KarriereaussichtenEs gibt Faktoren in Unternehmen, die sich mitunter schlecht messen lassen, die aber zweifellos positive Beiträge zum Erfolg eines Unternehmens leisten. Dazu gehören die Qualität der Weiterbildung von Mitarbeitern oder das Ideenmanagement. Gleichermaßen haben die sozialen Kompetenzen von Führungskräften in Unternehmen eine enorme Bedeutung. Führungskräfte, die den Blick für die Arbeitsschwerpunkte ihrer Kollegen im Blick behalten und um die Schwierigkeiten mancher Prozesse wissen, sind die Grundlage dafür, dass sie die Potentiale ihrer Mitarbeiter einschätzen und diese motivieren können.

Allein mit der Auseinandersetzung der Tätigkeitsfelder ihrer Kollegen beweisen Führungskräfte, dass ihnen an der Verbesserung bestimmter Prozesse liegt, sie die Sorgen und Nöte der Mitarbeiter ernstnehmen. Erst darauf fußt die Möglichkeit, Mitarbeiter im Unternehmen glaubwürdig motivieren zu können. Die Mitarbeitermotivation durch Führungskräfte gewinnt in einer Arbeitswelt, die in den letzten zwanzig Jahren durch Rationalisierungen und dynamische, technische Veränderungsprozesse komplexer geworden ist, wieder an Bedeutung. Ohne ein motiviertes Personal kann ein Unternehmen auf Dauer nicht erfolgreich sein.

Das Einmaleins der Mitarbeitermotivation

Der Irrglaube, dass die Gehaltserhöhung oder die Prämienauszahlung einen nachhaltigen Faktor bei der Mitarbeitermotivation darstellt, ist noch immer in vielen Unternehmen verbreitet. So wichtig ein angemessenes Gehalt ist, so kurzfristig wirken zusätzliche Geldzuwendungen und Prämien bei Mitarbeitern. Die soziale Anerkennung und das Vertrauen in die Leistungskraft durch Vorgesetzte beflügeln Arbeitnehmer wesentlich stärker. Hierbei ist es wichtig, bei der Aufgabenverteilung den schmalen Grat zwischen Überforderung und Unterforderung zu erkennen, was nur möglich ist, wenn Führungskräfte sich ernsthaft mit den Stärken und Schwächen des Personals auseinandergesetzt haben. Eine weitere Komponente ist die deutliche Formulierung von Zielsetzungen und die Überprüfung von Wegmarken in regelmäßigen Abständen.

Der Vorgesetzte sollte Mitarbeitern zeigen, dass sein Interesse nicht allein auf die Aufgabenverteilung gerichtet ist, sondern klarmachen, dass er sich als Prozessbeteiligter fühlt und sich auch für die Zwischenergebnisse interessiert. Mitarbeitern, die in einer Projektaufgabe keine Rückmeldung bekommen, fühlen sich schnell allein gelassen. Weil Wissen und Information die Ressource in der Arbeitswelt des 21. Jahrhunderts sind, sollte die Führungskraft ebenfalls darauf achten, dass alle Kommunikationsprozesse transparent ablaufen. Nur informierte Mitarbeiter können sich als Teil eines Prozesses fühlen und daran aktiv mitwirken.

Die Identifikation mit dem Unternehmen

Wenn diese Punkte die Kultur eines Unternehmens ausmachen, ist die Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen gewährleistet. Die positive Folge daraus ist, dass Mitarbeiter zunehmend selbständiger Aufgaben und Herausforderungen erkennen. Damit entlasten sie sogar langfristig Vorgesetzte und Führungskräfte. Auch hier gilt eben das alte Sprichwort: Wer viel gibt, bekommt viel zurück!

In vielen Unternehmen ist in den letzten Jahren das Bewusstsein gereift, dass im Zuge der Digitalisierung der Mensch als wichtige Arbeitskraft in der Unternehmenskultur ein wenig untergegangen ist. Noch immer schieben Menschen Prozesse an, und die richtige Mitarbeitermotivation entscheidet zukünftig darüber, inwieweit man in Unternehmen gutes Personal langfristig binden kann.

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