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Wer sich für einen Beruf entscheidet, für den darf das eigene Geschlecht kein Hindernis sein. Dennoch gibt es nach wie vor Frauendomänen und Männerdomänen. Eine aktuelle Statistik zeigt: Daran hat sich in den letzten 30 Jahren erschreckend wenig geändert.

Besonders im Bereich Kindererziehung gibt es kaum Änderungen. Waren 1976 noch fast 99% aller Erzieher weiblich, so ist der prozentuale Anteil im Jahre 2010 auf gerade einmal 95% gesunken. Und das trotz des bundesweiten Programms „Mehr Männer in Kitas„. Auch in der Krankenpflege sind es noch immer die „Schwestern“, die sich um die Gesundung der Patienten kümmern. Der Anteil männlicher Pfleger nahm gerade einmal um knapp 3,5% zu.

Große Änderungen der Geschlechteranteile nur bei den Köchen

Umgekehrt ist die typtisch männliche Domäne nach wie vor Werkstatt und Baustelle. Der Anteil weiblicher Maurer liegt bei 0,4%. Und auch Tischler und Elektroinstallateure sind nach wie vor männlichen Geschlechts. Große Veränderungen zeigten sich nur im Berufsfeld Koch. 1976 waren knapp 3/4 aller Köche weiblich, 2010 war es nur noch die Hälfte. Die Männer haben sich dem Platz am Herd beruflich gesichert. Immerhin ein erster Schritt, um mit den gängigen Vorurteilen endlich aufzuräumen.

Dass es manche Frauen nach wie vor in Männerdomänen schwer haben, zeigen Aussagen von Frauen, die in typischen Männerberufen arbeiten. Im schlimmsten Fall bekommt man nicht nur Bewerbungsabsagen mit der Begründung, es gebe schlicht keine WCs für Damen in der hiesigen Werkstatt, sondern hat auch mit Diskrimierung durch Kollegen zu kämpfen. Dass solche Geschichten auch im Jahr 2014 noch erzählt werden, ist ein Grund mehr, die gängigen Domänen aufzubrechen und sich auf neues, motiviertes und vermutlich sehr kreatives Personal in der jeweiligen Branche einzulassen.

Infografik: Frauendomänen – Männerdomänen | Statista

Statistik vom 07.05.2014: Mehr auf Statista

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