Die Sprach- und Leseförderung für Kinder und Jugendliche spielt im digitalen Zeitalter eine herausragende Rolle. „Bildung durch Sprache und Schrift“ (BiSS) ist ein fünfjähriges Förder- und Entwicklungsprogramm, das junge Menschen beim Schreiben und Lesen begleitet und die Ergebnisse wissenschaftlich auswertet.

Auf Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) sowie der Kultusministerkonferenz (KMK) und der Konferenz der Jugend- und Familienminister (JFMK) der Länder werden Module für den Elementar-, Primär- und Sekundärbereich angeboten, die die Sprachkompetenzen der Kinder und Jugendlichen verbessern sollen. Insbesondere der intensivere Austausch zwischen Kindertagesstätten, Grundschulen und weiterführenden Schulen liegt der Initiative am Herzen. Im Rahmen des Programms „Bildung durch Sprache und Schrift“ (BiSS) ist die Fortbildung der pädagogischen Fachkräfte darüber hinaus eine wichtige flankierende Maßnahme, die hilft, eine genauere, frühe Sprachdiagnostik zu erstellen.

Entwicklungs- und Förderprogramme

headerIm Elementarbereich sind sechs Module angesetzt, die allesamt wichtige Zielverbindungen zum Primär- und Sekundärbereich aufweisen und mit ihm verknüpft wurden. Die gezielte alltagsintegrierte Sprachschulung und die Unterstützung der Sprachentwicklung von Kindern unter
3 Jahren sollen im Primärbereich ihre spätere Sprachkompetenzbildung in Alltags- und Fachkontexten verbessern. Mit der Förderung von Sprachstrukturen im Elementar- und Primärbereich will man die Kinder schon frühzeitig auf Sprachregeln aufmerksam machen.

In weiteren Modulen werden die Phonologie als auch das dialogische Lesen als Schwerpunkte gesetzt. Übungen zum Hör-und Leseverstehen stellen eine wichtige Grundlage für die sich anschließende Diagnostik der Leseflüssigkeit und des Leseverständnisses dar. Im Bereich der Sekundarstufe sollen die erworbenen Fähigkeiten dann in weiteren Modulen verfestigt und ausgebaut werden, indem man frühzeitig Lese- und Schreibstrategien gemeinsam herausarbeitet, den Umgang mit Sachtexten schult und schließlich auch das Schreiben und Lesen mit digitalen Medien schult.

Dokumentation und Auswertung

Alle am Programm Beteiligten müssen ihre Arbeitsmaterialien, Diagnoseinstrumente, Förderkonzepte und Unterrichtsmaterialen (Tools) dokumentieren und während der Projektlaufzeit in eine Datenbank eingeben. Weil diese Datenbank für alle im Projekt abrufbar ist, kann über diese Plattform auch schon ein fruchtbarer Austausch stattfinden. So lässt sich ein Teil der Evaluation bereits prozessbegleitend im Verbund realisieren. Die wissenschaftliche Auswertung der Ergebnisse ist zum einen auf die Wirksamkeit der Maßnahmen fokussiert. Sie kann aber zum anderen auch wichtige Details zu regionalen Besonderheiten zutage fördern.

Die laufende Aktualisierung der Datenbank wird schließlich den angebotenen Fortbildungen der Erzieher und Lehrer zugutekommen. Die institutionelle Begleitung der Sprach- und Leseförderung unterstützt die Arbeit der pädagogischen Fachkräfte vor Ort und dokumentiert erstmals mit wissenschaftlichen Ansätzen die Sprachentwicklung zu einem frühen Zeitpunkt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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