KarriereaussichtenIm perfekten Unternehmen zu arbeiten wünschen sich viele. Doch natürlich variieren da die Vorstellungen je nach Mitarbeiter. Wohl fühlen wollen sich aber alle. Doch was bedeutet es, wenn ein Unternehmen perfekt ist? Welche Bedingungen müssen erfüllt werden und kann man von einem Unternehmen überhaupt Perfektion erwarten, ohne unrealistisch zu werden?

Das Streben nach Perfektion ist sicherlich müßig, aber es gibt günstige Bedingungen, die ein Unternehmen bieten kann. Denn je arbeitnehmerfreundlicher ein Unternehmen ist, desto besser und mit größerem Engagement können und wollen die Mitarbeiter eine optimale Leistung liefern.

Die äußeren Umstände

Natürlich sind zunächst die Rahmenbedingungen wichtig. Urlaube, die verlässlich eingeplant werden können, sowie der Umgang mit anfallenden Überstunden, die ausgeglichen werden, sind ausschlaggebende Faktoren für die Zufriedenheit der Mitarbeiter. Und auch die Chance, sich bei Wunsch weiter zu entwickeln. Ein Unternehmen sollte seine Arbeitnehmer immer fördern können und es auch wollen. Denn das kommt nicht zuletzt ihm selber zu Gute.

Doch die Individualität des jeweiligen Mitarbeiters ist nicht nur bezüglich der Förderung wichtig. Sondern auch wenn es um die einzelnen Lebensumstände geht. So ist ein Angebot zur Kinderbetreuung und eine problemlos umzusetzende Elternzeit für die meisten Mitarbeiter ein entscheidendes Kriterium. Selbstverständlich – was leider aber nicht immer der Fall ist – sollte auch ein zugewiesener und zumutbarer Arbeitsplatz sein. Ein eigener Schreibtisch, ein fest zugeteilter Computer und andere benötigte Arbeitsmaterialien müssen Voraussetzung sein.

Das Gehalt ist natürlich auch ein wichtiges Thema. Die Bezahlung sollte wettbewerbsfähig und natürlich auch nachvollziehbar sein, im Idealfall aber etwas über den Durchschnitt. Ob und welche Boni es gibt, wird dann mit dem einzelnen Mitarbeiter ausgehandelt.

 Klare Kommunikation gewünscht

Transparenz ist nicht nur entscheidend, wenn es um Rahmenbedingungen wie Gehalt und Überstundenausgleich geht. Sondern auch, wenn es den Umgang mit den Mitarbeitern betrifft. Dazu gehören regelmäßige Unterredungen mit dem Vorgesetzten. Hier sollte gezielt abgeklopft werden, wie sich der Mitarbeiter im Unternehmen fühlt und umgekehrt kommuniziert werden, wie er in den obersten Etagen wahr genommen wird. Dabei sollte nicht nur Kritikpunkte Thema sein, sondern auch die Stärken des jeweiligen Mitarbeiters. Anerkennung ist ebenso wichtig wie konstruktive Kritik und wird oft vergessen. Fühlt sich ein Arbeitnehmer nicht Wert geschätzt, so kann sich daraus schnell eine Dauer-Frustration entwickeln, die sich ohne Probleme im Schneeballeffekt unter der ganzen Belegschaft ausbreiten kann. Wichtig ist also auch, dass sich jeder fair behandelt fühlt.

Bei Problemen ist eine klare Kommunikation zwischen dem Mitarbeiter und seinem Ansprechpartner bzw. dem Vorgesetzten entscheidend. Dass nicht immer alles reibungslos klappt und sich der einzelne Mitarbeiter mal unfair behandelt fühlt, ist kaum zu vermeiden. Wichtig ist daher, wie mit Konflikten umgegangen wird. Hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Ist der Chef nicht erreichbar oder wird ein Konflikt nur über Dritte gelöst, dann kann sich ein vielleicht kleines Problem ganz schnell zu einem großen entwickeln. Wichtig dabei ist auch: Die anderen Mitarbeiter sehen zu. Wird von ihnen eine unfaire Behandlung wahrgenommen, kann auch das sich auf die allgemeine Arbeitsmoral negativ auswirken.

Soft Skills auf beiden Seiten

Das ideale Unternehmen wird von der Partnerschaft zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer definiert. Denn ein Arbeitsverhältnis, das auf beiden Seiten stimmt, ist das, was am ehesten der Perfektion nahe kommt. Um so ein Verhältnis zu erreichen und zu pflegen ist es wichtig, dass die Zusammenarbeit im Vordergrund steht. Es wird also nicht nur delegiert, sondern auch auf den Input der Mitarbeiter und seine jeweiligen Bedürfnisse so gut wie möglich eingegangen. Natürlich geht das nur bis zu einem gewissen Maß. Aber auch in einer Firma, in der ein traditionelles Verständnis von Hierarchie herrscht, ist es wichtig, dass der Mitarbeiter sich ernst genommen fühlt und seine Kompetenzen voll zum Einsatz bringen kann.

Es sind also nicht nur die Rahmenbedingungen, sondern auch die internen. Denn nicht nur die Mitarbeiter müssen die so beliebten Soft skills mitbringen, sondern auch die Arbeitgeber. Ihr Verhalten gibt maßgebend den Ton an. Das ideale Unternehmen erkennt man auch daran, wie lange die Mitarbeiter ihm treu bleiben. Fühlen sie sich wohl und sind die Bedingungen ideal genug, gibt es auch keinen Wunsch nach einer Umorientierung.

Das perfekte Unternehmen gibt es nicht. Den perfekten Arbeitnehmer auch nicht. Solange aber eine faire, transparente Kommunikation zwischen Chefetage und den Mitarbeitern herrscht und die Arbeitsbedingungen so ideal wie möglich gehalten werden, kommt man der Perfektion schon ziemlich nahe.


 

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