WortzumFreitagGute Frage, die natürlich zu allererst beantwortet werden sollte. Schließlich weiß nicht nur der Immobilien-Fuzzi, dass eigentlich nur eines zählt: Lage, Lage, Lage! Also sollte zu allererst einmal geklärt werden, ob überhaupt und in welcher der zahlreichen coolen Unistädte man sich befindet. Denn jede hat hier bestimmt ihre ganz eigenen Vorteile und Besonderheiten, was das Leben außerhalb der Uni anbelangt. Berlin und Hamburg sind kultig, Heidelberg und Münster schön, Jena und Dortmund relativ beliebt und preisgünstig, München unglaublich teuer und Bayreuth scheint auf den ersten Blick eher was für Schöngeister zu sein…

Wen es tatsächlich interessiert, und die Wahrheit über den „Beliebtheitsfaktor“ seiner Unistadt erfahren möchte, der schaut sich am besten die aktuelle Facebook-Umfrage an… Wirklich praktische Tipps zum Ausgehen, Feiern, etc. für seine Stadt findet man dagegen in örtlichen Heftchen und Zeitungen – im Zweifelsfall mal beim Asta fragen!

Wo bin ich überhaupt, die zweite?

Auch wenn die Unistadt jetzt eigentlich bei jedem klar sein sollte, heißt dies leider noch lange nicht, dass man dort auch schon tatsächlich eine Bleibe gefunden hat. Neben dem Protestcampen auf öffentlichen Plätzen, wie es in den 70er sehr beliebt bei wohnungslosen Studenten war, gibt es heute durchaus noch Alternativen. Vorab sollte man allerdings als Erstsemester klären, was für ein Wohntyp man ist: Eher der „ich-lebe-am-liebsten-alleine-meine-Homophobie-macht-mir-schon-sonst-genügend-Probleme-Typ“ oder doch eher der „ich-mag-es-gerne-kuschelig-auf-engem-raum-und-teile-auch-gerne-meine-Zahnbürste-Typ“. Danach muss allerdings auch noch die dritte Variante in Betracht gezogen werden, die heutzutage in vielen Unistädten überwiegt: Der „Mir-ist-alles-egal-Hauptsache-irgendwo-passt-meine-Isomatte-hin-und-ich-muss-nicht-mehr-jeden-Tag-175Km-mit-der-Regionalbahn-fahren-Typ“.

Was bin ich, was andere nicht haben?

Ehrlicherweise sollte man natürlich aber auch hier festhalten: Je beliebter die Uni, desto schwieriger im Regelfall die Wohnungssuche und umgekehrt! Gerade jetzt im Wintersemester beginnt in vielen Städten nicht nur wieder das Popstars- und GNTM-Casting, sondern auch das WG-Casting: Im Durchschnitt 40 hoffnungsvolle wohnungslose Studenten, eingeladen ein 12 Quadratmeter-Zimmer zu besichtigen und sich  innerhalb weniger Minuten gegen ihre Mitbewerber durchzusetzen. Und machen wir uns nichts vor: Erstsemester stehen bei den wenigstens WGs ganz oben auf der Wunschliste!

Also heißt es aufzutrumpfen – und hier ist alles erlaubt, was zum Ziel führt. Besonders beliebt: Selbstgebackene Muffins, jegliche Art von Alkohol, Flachbildfernseher oder der dezent aber mehrfach ausgesprochene Hinweis, dass man über SEHR viel Geld verfügt und Nächstenliebe zu den höchsten der eigenen Tugenden gehört.

Der ultimative Tipp am Rande

Tatsächlich ist es so, dass es in vielen Städten eine echte Wohnungsnot gibt, und in Orten wie zum Beispiel Münster aktiv durch verschiedene Aktionen für Unterkünfte geworben und die Bewohner immer wieder auf freien Wohnraum angesprochen werden. Trotzdem sollte man als Erstsemester damit rechnen, nicht direkt eine Bleibe zu finden oder sich mit einer Zwischenlösung (zum Beispiel Zwischenmiete, Wohnheim, Vororte) zu begnügen.

Wer eine Wohnung sucht, kann das entweder über Lokalhefte, das Studentenwerk oder auch im Netz über die Seite WG-gesucht versuchen. Wer hingegen freie Wohnungen kennt, kann diese zum Beispiel online melden.

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