GENYFür viele Studenten ist ein Gap Year die ideale Möglichkeit, eine Auszeit vom Studium zu nehmen und sich gleichzeitig weiterzubilden. Ob in Form eines Praktikums, eines Freiwilligenjahres oder einfach, um eine Weile im Ausland zu leben und zu jobben. Die Gestaltungsmöglichkeiten sind vielfältig. Damit alles reibungslos klappt, gibt es Dinge, die auf der Packliste nicht fehlen dürfen. Auch wenn jedes Land andere Bedürfnisse an den Kofferinhalt stellt – so gibt es doch Dinge, die universell wichtig sind und  böse Überraschungen vermeiden.

1. Finanzen klären und einplanen

Ein Gap Year ist ohne Frage mit finanziellem Aufwand verbunden. Kindergeld erhalten Studenten bis zu ihrem 25. Lebensjahr, was auch während des Auslandsaufenthaltes so erhalten bleibt. BAföG dagegen erhalten Studenten während dieser Zeit nicht. Allerdings werden die Semester, die im Ausland verbracht wurden, anschließend wieder finanziell ausgeglichen.

So entsteht zwar kein finanzieller Verlust, allerdings kann man auf das Geld während seines Aufenthaltes nicht zählen. Je nachdem, wie das Gap Year gestaltet wird, muss man entweder auf ein angespartes Polster zurückgreifen oder aber man verdient sich etwas durch Nebenjobs oder eventuellen, bezahlten Praktika dazu. Wichtig ist es, sich vor Antritt einen Überblick über die Lebenshaltungskosten und den geplanten Ausgaben zu schaffen. Dabei nicht vergessen: Nicht zu knapp kalkulieren.

In der Praxis ist eine EC- oder Kreditkarte unverzichtbar. Eine gute weitere Möglichkeit ist eine sogenannte Reise-Kreditkarte, bei der die Abhebegebühr im Ausland entfällt. Natürlich ist auch Bargeld in der Fremdwährung wichtig.

2. Versicherung prüfen

Studenten sind üblicherweise bis zu ihrem 26. Lebensjahr bei ihren Eltern mitversichert. Danach greift die studentische Krankenversicherung (KVdS). Diese ist auch für den Auslandsaufenthalt gültig, solange man noch an der Heimatuniversität immatrikuliert ist.

Eine Reiserücktrittversicherung ist ein sinnvolle Ergänzung. Schließlich kann es immer zu einem Notfall kommen, bei der die Heimkehr vorgezogen werden muss. Gerade wenn man weiter weg als im europäischen Ausland ist, lassen sich so größere finanzielle Verluste bei einer Umbuchung vermeiden. Eine Unfallversicherung – wenn das Gap Year privat organisiert wird und man nicht von der Universität oder einem Arbeitgeber abgedeckt wird – schafft zusätzliche Sicherheit.

3. Impfungen checken und erneuern

Impfungen sind relevant, gerade wenn es sich um ein nicht-europäisches Ausland handelt. Welche dafür in Frage kommen, muss speziell für das Zielland in Erfahrung gebracht werden. Ein entsprechender Impfpass sollte immer mitgeführt werden.

4. Anlaufstellen für den Notfall klären

Wer sich auf ein Gap Year einlässt, tut das zumeist in einem Ausland, das ihm völlig unbekannt ist. Wer für den Notfall keine Bekannten zur Verfügung hat, sollte zumindest wissen, wo die nächste deutsche Botschaft ist und entsprechende Kontaktinformationen bereithalten. Gleiches gilt für die Nummern der Bank und der Krankenkasse, falls wichtige Dokumente und Karten abhandenkommen.

Dies sollte man nicht nur im Handy speichern, sondern auch an einer anderen Stelle außerhalb des Smartphones oder des Geldbeutels aufbewahren. Wer auch noch Fotokopien der wichtigsten Dokumente erstellt, hat eine zusätzliche Absicherung.

5. Bewerbungsunterlagen vorbereiten

Wer vorhat, im Ausland zu arbeiten oder ein Praktikum zu absolvieren, sollte seine Bewerbungsunterlagen entsprechend vorbereiten. Auch wenn eine Stelle bereits aus der Heimat organisiert wurde, sollten Zeugnisse und Lebenslauf immer zur Verfügung stehen: Entsprechend müssen sich auch übersetzt und beglaubigt sein

6. Reisedokumente prüfen

Was eine Selbstverständlichkeit sein sollte, kann schnell zum Problemfall werden. Deswegen müssen alle nötigen Dokumente die geforderten Voraussetzungen erfüllen: Visum, Reisepass und Personalausweis müssen auf dem neusten Stand sein und natürlich einen ausreichenden Geltungszeitraum haben.

 7. Internationalen Führerschein beantragen

Nicht unbedingt ein Muss, aber ohne Frage ein Vorteil. Auf diese Weise ist man auch im Ausland unabhängig und kann sich im Notfall ein Auto mieten. Auch freut sich der potenzielle Arbeitgeber, wenn seine Mitarbeiter mobil sein können.

8. Zum Schluss: Alle Hürden meistern

Die Vorbereitung auf ein Gap Year braucht Zeit. Nicht nur, um es richtig zu gestalten, sondern auch um finanzielle und organisatorische Fragen zu regeln. Grundsätzlich gilt es, sich gewissenhaft und vorausschauend vorzubereiten. Denn gerade formale Probleme, die mit z.B. mit Visum oder Versicherung auftreten können, sind vermeidbar. Wer diese Hürden alle erfolgreich meistert, hat den schwierigsten Teil der Vorbereitung schon hinter sich gebracht! 😉

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