KarriereaussichtenEine neue Studie der Deutschen Universität für Weiterbildung hat gezeigt, dass über die Hälfte aller Arbeitnehmer ziemlich planlos im Berufsleben steht, Karrierepläne sind bei ihnen Fehlanzeige.

Keine berufliche Karriere ohne feste Ziele

Laut der repräsentativen Forsa-Umfrage unter 1.009 Erwerbstätigen planen nur 43 Prozent der deutschen Erwerbstätigen konkret, wie sie im Job weiter kommen. Von den „Nicht-Planern“ gaben allerdings auch fast die Hälfte (46 Prozent) an, dass sie ihre persönlichen Karriereziele bereits erreicht haben. 24 Prozent gaben sagten hingegegn, keine Karriereambitionen zu haben, weitere 14 Prozent derjenigen, die ihre Karriere nicht konkret vorantreiben, beklagen fehlende Unterstützung vom Arbeitgeber.

„Der Karrierebegriff wandelt sich: Es geht dabei längst nicht mehr nur um den beruflichen Aufstieg, um Status und Macht. Arbeitnehmer sehen Karriere zunehmend ganzheitlich, und damit steigen auch die Ansprüche: Der Job muss zum Leben passen“, sagt Prof. Dr. Ada Pellert, Präsidentin der DUW. „Gerade deshalb wird es immer wichtiger, das eigene Berufsleben zu planen und eine Vorstellung davon zu haben, wohin man sich entwickeln möchte. Doch viele Potenziale der Karriereplanung bleiben noch ungenutzt.“

Soziale Netzwerke bleiben für die Karriereplanung ungenutzt

Überraschend waren die Umfrageergebnisse zu den Business-Netzwerken wie Xing und LinkedIn. Trotz steigender Userzahlen nutzen nur 25 Prozent der Erwerbstätigen diese Form sozialer Netzwerke für ihre Karriereplanung. Erstaunlich ist auch, dass gerade die jüngere Arbeitnehmergeneration besonders selten solche Sozialen Netzwerke für die Karriereziele nutzt. Nur 17 Prozent der 18- bis 29-Jährigen treiben ihre Karriere über berufliche Web-Plattformen voran. Bei den 30- bis 39-Jähigen sind es 28 Prozent, zudem nutzen 30 Prozent der Erwerbstätigen zwischen 40 und 50 Jahren diese Möglichkeit zur Karriereplanung.

Weiterhin ist eher der klassische Austausch zwischen engen Vertrauten gewünscht. Die meisten Befragten nennen hier eher Gespräche mit der Familie, dem Partner oder Freunden (79 Prozent). Andere nutzen hierfür Weiterbildungsangebote (66 Prozent), Personalgespräche mit dem Vorgesetzten (59 Prozent) oder Gespräche mit Kollegen (58 Prozent).

 Bessere Vereinbarkeit immer noch großes Thema

Dass der Wunsch nach Work-Life-Balance und einer sinnvollen Tätigkeit auch in dieser Befragung weiterhin ein großes Thema unter den deutschen Arbeitnehmern ist, überrascht kaum. Genau die Hälfte der Befragten strebt in den nächsten zwei Jahren eine bessere Work-Life-Balance an – von den Männern sagen dies sogar 51 Prozent.

Denn obwohl genau dieses Thema schon seit Jahren immer wieder in den Fokus auch arbeitspolitischer Debatten rückt, scheitern viele Erwerbstätige nach wie vor bei dem Versuch Berufliches und Privates miteinander zu vereinbaren. Auch der Wunsch nach „mehr sinnvollen Arbeitsinhalte als Herausforderung“ ist bei den Befragten sehr hoch (40 Prozent).

Logo_DUW_komp_4cDie Deutsche Universität für Weiterbildung (DUW)

Die Deutsche Universität für Weiterbildung (DUW) mit Sitz in Berlin bietet akkreditierte Masterstudiengänge sowie weiterbildende Zertifikatsprogramme zu Management‐Themen für Berufstätige an.

Mehr Informationen unter www.duw‐berlin.de

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