junge asiatische frau im büroWeiterbildung in Form von Online-Kursen ist stark im Kommen: Flexibel, günstig und jederzeit abrufbar. Dabei ist die Breite des Angebots nahezu unbegrenzt, vom Tutorial auf YouTube bis zur Jahres-Flatrate für das Physikum. Für die meisten Bedürfnisse und Ansprüche gibt der Markt etwas her.

Damit Interessierte nicht aber im Nachhinein enttäuscht werden, sollten sie den gewünschten Kurs auf einige Kriterien prüfen. Anke Felbor, Gründerin und Geschäftsführerin vom Portal Learn Now hat in einem Leitfaden die Qualität von Online-Kursen aus Sicht der Nutzer beurteilt. Dort erhalten Interessierte einen guten Überblick über die verschiedenen Kriterien, mit denen man als Lernender Online-Kurse testen kann:

Die Qualität von Inhalten und Dozenten:

Die Qualität des Dozenten ist ein wichtiger Faktor. Nur wenn er in dem Thema auch ein echter Experte ist, kann er die Fachkenntnisse sicher weitergeben. Trotz der Distanz sollte er in der Lage sein, einen „guten Draht“ zu seinen Hörern aufbauen zu können. Dozenten, die sich zudem an ihr Publikum und dessen Vorbildung anpassen und es dort abholen wo es steht, haben in der Vermittlung den größten Erfolg.

Natürlich möchte man das lernen, was in den Lerninhalten angekündigt ist. Kurze Lernkapitel sind dabei im Online-Bereich oft hilfreicher als lange Webinare. Die Aufmerksamkeit ist generell niedriger, von daher ist es sinnvoll eher kurze und thematisch zusammenhängende Blöcke anzubieten, die mit einer prägnanten Zusammenfassung abgeschlossen werden.

Nicht jedes kleine Tutorial braucht fernsehgleiche Produktionsqualität um erfolgreich Dinge zu erklären. Trotzdem macht ein gut produziertes Video immer einen besseren Eindruck. Gerade wer für die Online-Weiterbildung bezahlt, möchte hier keinen Qualitätsverlust. Auch andere Materialien wie Powerpoint und PDFs sollten übersichtlich gestaltet, Begleitmaterial aktuell sein.

Qualitätskriterien für Online-Kurse

Aktiv und technisch sinnvoll den Praxisbezug fördern 

Bei Online-Angeboten gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten das Gelernte auch zeitnah auf den Praxisbezug zu testen. Trotzdem ist nicht unbedingt alles im eigenen Berufsalltag zu adaptieren. Hilfreiche Lerntools oder kleine Aufgaben aus dem Unternehmensalltag können dabei helfen, die Inhalte an die individuellen Bedürfnisse anzupassen.

Um das Online-Lernen nicht passiv ablaufen zu lassen, wird bei den meisten Anbietern auf mehr gesetzt als reines Zuhören und Zusehen. Um die Interaktion zu fördern, gibt es viele Angebote für die Teilnehmer. Sie können Testaufgaben absolvieren, Fallbeispiele online  bearbeiten und so den eigenen Lernfortschritt zu verfolgen. Auch die Kommunikation zwischen Dozenten und Teilnehmer sollte durch Chats und Lerngruppen gesichert sein.

Durch das Voranschreiten verschiedenster Lerntechnologien gibt es mittlerweile kaum noch Bereiche, die nicht durch Online-Weiterbildung zumindest sinnvoll ergänzt werden können. Eine besondere Art sind zum Beispiel Serious Games – Lernspiele, die Inhalte unterhaltend aber auch authentisch vermitteln. Generell müssen solche technischen Anwendungen aber immer an die Nutzergruppe angepasst und vor allem auf allen Geräten gleichermaßen zu bedienen sein.

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