essen_headerNachdem wir bereits die sehr wichtige Standpunktfrage geklärt haben, geht es heute direkt mit der nächsten wichtigen Frage weiter: Was kann ich essen oder vielleicht auch: Wo bekomme ich Essbares überhaupt her?

Grundsätzlich gehört die Nahrungsaufnahme immer noch zu den wichtigsten Aufgaben, um den menschlichen Organismus am Leben zu halten. Das ändert sich auch nicht im Studium – obwohl hier die Art und Weise schon differenzieren kann.

Bei der Essensplanung sind nicht wenige Erstsemester völlig überfordert – und das zu Recht! Die Selbstständigkeit des Studiums macht ja schließlich nicht bei der Cucina alla Mamma halt. Klar, die bekannten Fast-Food-Ketten wird es vermutlich selbst in Bayreuth geben. Aber seien wir ehrlich: Ist das etwas für jeden Tag? Wahrscheinlich nicht. Für Studenten wird es also in erster Linie zwei Möglichkeiten der Nahrungsaufnahme geben: Selbst kochen und Mensa. Vorne weg: Beide haben ihre Vor- und Nachteile.

Ab an den Herd!

Für ersteres sollte man bereits einmal die wichtigsten Küchengeräte (Herd/Topf/Besteck) in der Hand gehalten haben. Danach kann eigentlich nichts mehr schief gehen. Es gibt diverse Kochbücher, die auf das schmale Portemonnaie von Studenten zugeschnitten sind und trotzdem leckere Rezepte anbieten. Auch braucht man nicht zwangsläufig einen Intensivkurs bei Lafer belegen oder ein Wochenende bei Jamie verbracht haben, um die Gerichte nach zu kochen. Als kleiner Praxistipp kann man zum Beispiel immer ein wenig mehr kochen, so dass auch noch etwas für den nächsten Tag übrig ist. Und seien wir mal ehrlich – das exakte Portionskochen für eine Person ist sowieso so unmöglich wie aus zwei Meter Entfernung einen Bindfaden durch die Öse zu bugsieren.

Für Menschen, die keine Scheu vor anderen haben, bietet sich zudem das gemeinschaftliche Kochen an. Das hat den Vorteil, dass die Menge dann vermutlich auch eher passt und ungeliebte Aufgaben wie Zwiebeln schälen, Salat waschen oder Geschirr spülen immer gerecht auf andere verteilt werden können. Zudem gilt das gemeinschaftliche Kochen seit jeher als gesellig und der Natur des Menschen als Rudeltier vollkommend entsprechend. Als kleiner Praxistipp wäre hier noch anzumerken, dass es sich durchaus lohnt, immer mehr Wein einzukaufen als das Rezept erfordert (in etwa 10-facher Menge!).

Auf in die Mensa!

Die Mensa ist neben der Bibliothek zu allererst der größte Datingpoint an der gesamten Uni! Das vorneweg. Wenn etwas mehr zusammenschweißt als das gemeinsame Büffeln, dann ist es wohl das gleichzeitige Greifen in den Besteckkasten, das eng hintereinander ablaufende Geschiebe der Tablette und die eindeutige Meinung über die Konsistenz des Hackbratens nach asiatischer Art mit fruchtiger Ananassauce. Kaum ein Mensabesuch also ohne verstohlene Blicke, süffisantem Lächeln oder einem verbindenden Nicken.

Zum Essen dagegen lässt sich leider keine eindeutige Meinung abgeben. Schließlich gibt es große Qualitätsunterschiede zwischen den Mensen. Manche sind richtig gut, andere einfach nur schlecht. In manchen Städten gibt es kleinere Bistros, die leckere Alternativen zu den Standards in der großen Mensa anbieten. In anderen Städten läuft es wiederrum so, dass die Mensa mit großer Vielfalt auftrumpft, in den kleinen Cafeterien aber immer nur zwei Gerichte wochenweise angeboten werden. Es gibt Mensen mit vielen BIO-Angeboten und einer großen Auswahl für Vegetarier, es gibt aber Mensen für die Vegetarier gleichbedeutend mit „Gemüselasagne“ gehandelt werden – folglich es auch nur dieses vegetarische Gericht gibt. In einigen Mensen gibt es am Abend oder am Wochenende leckere Buffets, andere Mensen machen gar nicht auf.

Soll heißen: Probieren geht hier eindeutig über Studieren! Und wer trotzdem den ultimativen Mensacheck machen möchte, der kann sich im Netz unter www.mensadesjahres.de oder www.uni-mensa.de umsehen!

 

Bildnachweis: @istock/TommL 

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