Business Finish LineWer sich als Absolvent aktuelle Stellenbeschreibungen ansieht, merkt schnell, dass neben Fachkompetenzen auch immer mehr Soft Skills von den Bewerbern gefordert werden. Unternehmen legen Wert auf Mitarbeiter, die nicht nur fachlich überzeugen, sondern auch teamfähig sind, lösungsorientiert denken und sich adäquat ausdrücken können.

Aber was verstehen Unternehmen eigentlich unter Einsatzbereitschaft, Verantwortungsbewusstsein, Kommunikationsfähigkeit und Teamgeist? Und wie platziert man das Ganze auch noch geschickt in Anschreiben und Lebenslauf? Wir haben mit den Bewerbungsexperten vom Personal- und Karriereverlag shop.haufe.de gesprochen und uns einige Tipps und Tricks verraten lassen, wie man den Personaler von sich überzeugt.

Die kritische Selbstanalyse

Der erste Schritt zu einer guten, aber auch authentischen Bewerbung, ist die Selbstanalyse. Wer einfach die geforderten Persönlichkeitsmerkmale in seiner Bewerbung herunterschreibt, muss sich über den ausbleibenden Erfolg nicht wundern – darin sind sich die Experten einig. Eine ehrliche Selbstanalyse, die mit der Frage „Was zeichnet mich aus?“ beginnen sollte, bringt erste gute Anhaltspunkte, um die eigene „weiche Seite“ näher zu definieren. Hierzu dürfen allerdings auch ruhig Freunde und Verwandte befragt werden.

Soft Skills mit Leben füllen

Damit es nicht bei den Worthülsen im Anschreiben oder auch im Bewerbungsgespräch bleibt, empfehlen die Bewerbungsexperten die aufgeführten Soft Skills unbedingt mit entsprechenden Aktivitäten zu beweisen. Während Berufserfahrene dies oft mit Arbeiten und Projekten aus ehemaligen Anstellungen belegen, müssen Absolventen andere Möglichkeiten finden dies zu tun: Engagement während des Studiums in der Fachschaft oder beim AStA zeigt Teamgeist, eine ehrenamtliche Tätigkeit im Verein signalisiert Einsatzbereitschaft und soziale Kompetenz. Die Übernahme von Ämtern und Interessensvertretungen kann auf Führungsstärke hindeuten. Dementsprechend gibt es viele Möglichkeiten, Soft Skills auch ohne Berufserfahrung mit Leben zu füllen.

Zweifel durch Referenzen zerstreuen

Wer das Ganze darüber hinaus auch noch mit Zeugnissen oder Empfehlung untermauert, der wird mögliche Zweifel schnell beiseite räumen können. Neben dem Schul- oder Hochschulzeugnis, Praktikumsbescheinigungen oder ähnliches, sollten entsprechende Unterlagen der Bewerbung beigelegt werden. Hier empfiehlt es sich, frühzeitig die entsprechenden Schreiben einzufordern. Wer zum Beispiel erst mit Abschluss des Studiums anfängt solche Zeugnisse bei Vereinen oder anderen Institutionen nachträglich anzufragen, wird feststellen, dass dies oft mit Problemen und einem hohen Zeitaufwand verbunden ist.

Mehr Erfolg bei Bewerbungen durch soziale Kompetenzen

Wer darüber hinaus noch mehr Tipps für den richtigen Bewerbungseinstieg braucht, dem sei das Buch „Erfolgreich bewerben mit Soft Skills“ empfohlen, welches genau auf die einzelnen Schritte zur Bewerbungsoptimierung mit Soft Skills eingeht – von der ersten Selbstanalyse über die authentische schriftliche Bewerbung bis zum überzeugenden Auftritt vor Ort. Außerdem bietet der Ratgeber online weitere Arbeitshilfen an, die direkt vom Absolventen für die eigenen Bewerbung genutzt werden können.

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