Lehrerin vor SchulklasseZwei Drittel der Schülerinnen und Schüler haben vor ihrem Schulabschluss noch keine genauen Berufsvorstellungen. Eltern sind oft ratlos und können kaum helfen. Wer kennt auch schon die über 300 Ausbildungsberufe oder gar die 10 bis 20, die jedes Jahr dazukommen. Und das allein reicht ja auch gar nicht. Zuerst müsste man wissen, wo man im Leben hin will, welches Talent und welche Leidenschaft man hat. Ohne das wird aus dem Schritt vom Schul- ins Berufsleben schnell ein Schritt ins Ungewisse. Dabei klingt es doch so einfach: Die Wirtschaft braucht ständig junge Menschen und junge Menschen brauchen eine gute Perspektive. Wie wäre es, das clever zu verbinden?

schuleBessere Berufsorientierung für Haupt- und Realschüler

„Du bist ein Talent!“ bietet einen einfachen und erfolgreichen Weg. Seit 2008 hat sich das Patenschaftsprogramm in mehr als 50 Schulen bundesweit bewährt und wurde mehrfach ausgezeichnet, zum Beispiel im Wettbewerb ‚Beschäftigung gestalten‘ initiiert vom Bundes-ministerium für Arbeit und Soziales. Die Idee: Praktiker aus Betrieben zeigen Haupt- und Realschülerinnen und -schülern in den drei Schuljahren vor dem Berufsübergang, wie sie sich besser einschätzen, Perspektiven erkennen und ihre Talente nutzen können. Die Unternehmenspaten unterstützen in 15 vorbereiteten Unterrichtseinheiten die Lehrer, die in ihrer Klasse bei der Berufsorientierung helfen wollen. Das gefällt auch Schülerinnen und Schülern: Drei Viertel empfinden den Austausch mit Berufspraktikern als sehr hilfreich.

So funktioniert „Du bist ein Talent!“

Die Paten kommen regelmäßig in „ihre“ Schulklasse. Die Schüler gewinnen im Dialog mit den Praktikern wertvolle Einblicke in verschiedene Berufsbilder, lernen Recherchewege zu den unterschiedlichen Ausbildungsangeboten kennen und üben Vorstellungsgespräche. Sie beantworten die Fragen „Was will ich?“ und „Was kann ich?“ und erfahren, worauf es neben der fachlichen Eignung im Berufsalltag ankommt, erkunden Unternehmen und suchen Prak-tikumsplätze. Damit werden die fünf gröbsten Fehler bei der Lehrstellensuche behoben, die das Bundesinstitut für Berufsbildung identifiziert hat: zu spät anfangen, schlechte Bewer-bungsunterlagen, unvorbereitet ins Vorstellungsgespräch, falsche Erwartungen an den Beruf. Der fünfte Punkt – kein Engagement in der Probezeit – hängt wesentlich davon ab, ob Talent und Ausbildungsberuf zusammenpassen.

schule2Erfolgreiche „Talent-Klassen“

Die Selbsteinschätzung hilft den Schülern, sich den eigenen Möglichkeiten realistisch zu nähern und ihre Kompetenzen zielgerichtet weiterzuentwickeln. Aus Schulsicht sagt Kathrin Roch, BO-Leitungsverantwortliche an der Gretel-Bergmann-Schule in Hamburg über „Du bist ein Talent!“: „Der modulare Aufbau ist durchdacht und kann flexibel gehandhabt werden.“ Ihr Kollege Tom Greiff, Koordinator für Berufs- und Studienorientierung, hat bereits mehrere Klassen mit dem Programm begleitet. Der Erfolg der Patenschaft überzeugt ihn: „Am Ende gab es in den ‚Talent-Klassen‘ deutlich mehr Übergänge in den ersten Ausbildungsmarkt als in den Parallelklassen.“

Mit „Das macht Schule“ finden Schüler und Unternehmenspaten zusammen

Die Initiative „Das macht Schule“ eröffnet einen neuen Weg, wie sich Schulklasse und Pa-tenunternehmen finden: Denn die Schüler machen sich selbst auf den Weg, um ihre Paten zu gewinnen. Das fördert die Identifikation der Schüler, beugt Perspektivlosigkeit vor und trägt gleich zu ihrem Kompetenzerwerb bei. Schulen gewinnen nützliche Kontakte zur Arbeits- und Berufswelt. Und Eltern und Lehrer werden entlastet. „Das macht Schule“ unterstützt den Prozess und gibt Hilfe zur Selbsthilfe auf www.das-macht-schule.net/talent, am Telefon und per E-Mail. „Das Förderprogramm der randstad stiftung passt perfekt zu uns. Denn alles, was wir anbieten, trägt dazu bei, dass junge Menschen Kompetenzen erwerben, die sie fürs nachschulische Leben brauchen“, betont Bernd Gebert, Gründer und Vorstand von „Das macht Schule“.

Infos dazu: randstad stiftung

Die 2005 gegründete gemeinnützige randstad stiftung versteht sich als Wegbereiter und Wegbegleiter für die Akteure der Lern- und Arbeitswelt. Sie setzt sich in ihren Förderprojekten dafür ein, dass Menschen und Organisationen Veränderungen in der Lern- und Arbeitswelt erkennen, verstehen und nachhaltig in konstruktive Handlungen umsetzen können.

Kontakt:

Dörte Gebert
Das macht Schule Förderverein e.V.
Frankenstraße 35
20097 Hamburg
040 20 933 266-2 und 0173 421 34 01
presse@das-macht-schule.net
www.das-macht-schule.net

 

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