GENYUrlaub, Ferien und Sonnenstrahlen auf die Haut prallen lassen. Es sich gut gehen lassen. Aber wie funktioniert das genau? Wie kann man abschalten? Schüler, Studenten wie Berufstätige leiden häufig darunter, nicht zu wissen, wie sie sich entspannen können. Langeweile wird als ungesunder und unnatürlicher Zustand empfunden. Hier ein paar Regeln, die man beherzigen kann, aber nicht muss. Jedem das Seine.

Ferienzeit für Schüler

Zwei Wochen Urlaub mit der Familie und du hast keinen Bock? Du willst eigentlich was anderes, musst nur mangels Alternativen mit. Kein Problem. Das nächste Mal organisierst du selbständig, wie du die Ferien verbringen möchtest. Dann gibt es auch im Urlaub keine Gespräche über die 5 in Mathe auf dem Abschlusszeugnis. Oder alberne Animationsspielchen am Strand. Sei unbesorgt! Deine Eltern müssen auch mal ohne dich auskommen können. Dafür sind sie erwachsen, nicht du.

Und Angebote für Feriencamps gibt es genug. Frag deine Freunde, ob sie Lust hätten, dabei zu sein. Haben sie Lust – gut. Haben sie keine Zeit – schlecht. Schlecht für die Freunde. Je selbständiger du dein Ding organisierst, desto mehr Vertrauen haben deine Eltern auch in dich. Sie wissen nämlich längst, dass du schon Alkohol trinkst und rauchst. Dafür brauchst du einfach Ruhe.

Und wenn Spanien oder Frankreich mit den Eltern doch okay ist, schaff dir deine Freiräume vor Ort. Eltern dürfen alles essen, aber nicht alles wissen. Dein Bildungsurlaub oder dein Urlaub von der Bildung gehört dir. Tue dir auf keinen Fall Museen oder andere Bildungsdinge an. Deine Langeweile gehört dir. Die darf man nicht abgeben.

Ferienzeit für Studenten

Gibt es nicht. Das ist die schlechte Nachricht. Die gute ist, dass du das gewohnt bist. Und weil die Nacht für dich auch zum Tag gehört, hast du mehr Zeit als andere. Mehr Zeit, zu lernen. Es gibt immer etwas zu tun. Deswegen ist die übervolle, übel riechende  Spülmaschine in deiner WG auch kein Problem. Man muss manchmal im Leben auch Dinge so stehen lassen können. Das tut gut.

Und die anderen Mitbewohner, die ausgeflogen sind und die Sonne irgendwo anders genießen, bekommen sowieso Hitzepickel. Das hast du deiner Nase hinter schattig modrigen Bücherseiten erspart.  Meine Empfehlung an dich ist, sich ausreichend mit Lesestoff von der Bibliothek einzudecken. Um schon einmal vorbereitet zu sein für das letzte Semester in drei Jahren. Dann wird es dir gut gehen. So stehst du mit dir und der Natur deines Studentenlebens im Einklang.

Wer die Ferienzeit gleich in der Bibliothek verbringen möchte, verhindert damit auch das persönliche Ambiente des eigenen Zimmers und kommt mal unter die Leute. Auch ein guter Tipp.

Ferienzeit für Berufstätige

Regel Nummer eins ist natürlich, das Betriebshandy in den wohlverdienten Urlaub mitzunehmen. Das gehört ja auch schon längst zu deinem Körper. Du solltest für deinen Chef ständig abrufbereit sein. Wenn mal was ist…und das gibt dir zudem das Gefühl, gebraucht zu werden im Leben. Wenn Tochter oder Sohn oder beide eigene Wege gehen, musst du umso mehr das Gefühl haben, von irgendjemandem anders gebraucht zu werden. Da kommt der Chef oder der Kollege gerade recht.

Es ist auch sehr wichtig, dass du jeden Tag an die Arbeit denkst. Und daran, dass die Kollegen arbeiten müssen, während du Urlaub hast. Ein bisschen Schadenfreude tut so gut. Umso besser, wenn du sie jeden Tag aus dem Ausland anrufst. Um dich auf den neuesten Stand ihres Stresses bringen zu lassen. Sind die Kinder dabei, gib sie ab. Damit du dich voll und ganz auf die Schadenfreude konzentrieren kannst. Manchmal tut es nämlich richtig gut, mies zu sein.

In diesem Sinne allen eine erholsame Zeit!

 

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