Young adultsSprachen lernt man am besten, wenn diese  auch konsequent gesprochen werden. Ein Sprachkurs innerhalb Deutschlands hat selten den intensiven Erfolg wie ein vergleichbares Modell im „Sprachland“. Dies ist allgemein bekannt, weshalb im Sektor Weiterbildung und hier vor allem im Bereich des Bildungsurlaubs durch die verantwortlichen Bundesländer einige Erweiterungen veranlasst wurden. Seit einiger Zeit ist es deshalb auch möglich, einen Bildungsurlaub außerhalb Deutschlands anzutreten.Der führende Anbieter im Bereich Sprachausbildung, ESL – Sprachreisen, hat auf diese Entwicklung schon vor einigen Jahren reagiert und sein Schulungsprogramm entsprechend erweitert. In einem Interview haben uns die Kursleiter die wichtigsten Fakten zum Bildungsurlaub im Ausland zusammengestellt:

Wer Bildungsurlaub machen kann

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Vor allem die 30+ Sprachkurse sind bei Arbeitnehmern beliebt.

Ein Bildungsurlaub eignet sich vor allem für Menschen, die sich durch das Erlernen einer neuen Sprache oder das Festigen von bereits vorhandenen Sprachkenntnissen ihre beruflichen Qualifikationen erweitern möchten. Viele der angebotenen Sprachkurse in diesem Bereich sind deshalb für Menschen ab 30 Jahren aufwärts zugeschnitten. Darüber hinaus werden Kurse für Berufstätige im Bereich der geschäftlichen Kommunikation angeboten. So gibt es bei ESL im Sommer einen speziellen English Business Sprachkurs in Dublin, in dem vor allem das geschäftliche Auftreten in englischer Sprache gefestigt wird.

Jedoch wird der Bildungsurlaub außerhalb von Deutschland nicht in allen Bundesländern angeboten. In Nordrhein-Westfalen dürfen Arbeitnehmer nur Sprachkurse im Inland besuchen. Zudem sind Arbeitnehmer aus Baden-Württemberg, Bayern, Thüringen und Sachsen generell ausgenommen von diesem Anspruch. Generell gilt, dass Arbeitnehmer für  mindestens sechs Monate in ein und demselben Betrieb vollzeitbeschäftigt gewesen sein müssen, um Bildungsurlaub beantragen zu dürfen. Für Teilzeitbeschäftigte fällt der Anspruch auf Bildungsurlaub aliquot zum Beschäftigungsanteil aus. Je nach Bundesland muss der Betrieb, in dem man beschäftigt ist, mehr als zehn Beschäftigte haben, um einen Anspruch auf Bildungsurlaub geltend machen zu können.

Destinationen und Sprachen für den Bildungsurlaub

Grundsätzlich gibt es je nach Bundesland unterschiedliche Möglichkeiten und Sprachen. So kann zum Beispiel die französische Sprache in Frankreich oder die chinesische Sprache in China gelernt werden. Allerdings werden diese Sprachreisen nur in wenigen  Bundesländern genehmigt. Das Erlernen oder Erweitern der englischen Sprache im Ausland ist dagegen in allen Bundesländern mit Auslands-Bildungsurlaub möglich. Zu den möglichen Destinationen für einen Bildungsurlaub für Business English gehören London und Brighton in England, Dublin und Galway in Irland sowie die Republik Malta. Wichtig ist in jedem Fall, dass die gewählte Sprachschule vom Bundesland des Arbeitgebers anerkannt ist und der Bildungsurlauber zumindest 30 Wochenstunden, also mindestens sechs Unterrichtsstunden täglich absolviert.

Welche Vorteile ein Bildungsurlaub bietet

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Vom Bildungsurlaub profitieren Arbeitnehmer und Arbeitgeber gleichermaßen.

Wer in einer global vernetzten Welt heutzutage beruflich weiterkommen möchte, benötigt zumindest gute Englischkenntnisse. Noch wichtiger werden Fremdsprachen für Personen, dessen Arbeitgeber international agiert. An der Verbesserung der Fremdsprachenkenntnisse zu arbeiten, bringt somit allen Arbeitnehmern einige Vorteile, die bei der Betreuung fremdsprachiger Kunden und Klienten beginnen und bis hin zu verbesserten Jobchancen reichen.

Aber auch Arbeitgeber profitieren davon, wenn ihre Mitarbeiter Bildungsurlaub in Anspruch nehmen. Durch die Weiterqualifizierung der Mitarbeiter werden nicht nur bessere Leistungen erbracht. Dienstnehmer, die von einem Bildungsurlaub zurückkehren, sind zumeist viel motivierter und verrichten weitaus effizienter ihre Tätigkeit.

Kosten und Förderungen für den Bildungsurlaub

Wer in Bildungsurlaub geht, bekommt während der freigestellten Zeit das Gehalt voll weiterbezahlt. Die Regelungen, wie lange ein Mitarbeiter auf Bildungsurlaub gehen kann, sind von Bundesland zu Bundesland verschieden. In der Regel darf man aber fünf Tage bezahlte Freistellung in einem Jahr beantragen. Zudem können die Tage aus zwei Jahren zum Teil zu einem zehntägigen Bildungsurlaub zusammengefasst werden. Dies muss allerdings frühzeitig beim Arbeitgeber genehmigt werden.

Die Kosten für den Bildungsurlaub muss aber der Arbeitnehmer selbst tragen. Zu diesen Kosten zählen die An- und Abreise, Unterkunft und Verpflegung und der Sprachkurs. Wie hoch diese Kosten ausfallen, hängt ganz individuell von der den gewählten Komponenten ab. Es können jedoch Förderungen für den Bildungsurlaub bei der Agentur für Arbeit beantragt werden, wie beispielsweise Bildungs- oder Qualifizierungsschecks. Bezüglich der Förderungen gilt ebenfalls, dass diese nach dem jeweiligen Bundesland unterschiedlich ausfallen können. In den Bundesländern, wo Bildungsurlaub möglich ist, bieten einige Länder sogar spezielle Programme, die Unternehmen bei der Qualifizierung Ihrer Beschäftigten fördern.

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