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Die Wilhelm Büchner Hochschule* ist eine staatlich anerkannte private Fernhochschule mit Sitz im Raum Darmstadt. Sie nahm 1997 unter dem Namen Private Fernfachhochschule Darmstadt den Betrieb auf, damals mit einem einzigen Studiengang: Informatik, seinerzeit noch mit Diplomabschluss. Heute liegt der Schwerpunkt unverändert auf Technik und Informatik – ein Profil, mit dem sich die Hochschule von den überwiegend wirtschaftsorientierten Fernhochschulen unterscheidet. Träger ist die Klett Gruppe, zu der auch die Fernlehrinstitute ILS und FEB sowie die Euro-FH gehören.
Vom Diplom zum Bachelor- und Mastersystem
Nach der Informatik kamen Mechatronik und Elektrotechnik hinzu, ab 2007 wurden die Fachrichtungen im Zuge der Bologna-Umstellung auf Bachelor-Studiengänge umgestellt, kurz darauf um Maschinenbau und Wirtschaftsingenieurwesen erweitert. Die früher beworbenen Diplomstudiengänge werden nicht mehr angeboten; Interessierte finden heute durchgehend Bachelor- und Masterprogramme sowie kürzere Hochschulzertifikate. Wer auf ältere Beschreibungen im Netz stößt, sollte die Angaben deshalb immer gegen das aktuelle Programm der Hochschule prüfen.
Begrifflich ist die Einrichtung eine Fachhochschule, keine Universität. Was das für Studienaufbau und Promotionsmöglichkeiten bedeutet, erklären unsere Glossarbeiträge zur technischen Hochschule und zur wissenschaftlichen Hochschule. Kurz gefasst: Der Bachelor- oder Mastergrad ist derselbe, der Weg zur Promotion führt bei Fachhochschulen in der Regel über eine Kooperation mit einer Universität.
Fachrichtungen und Vertiefungen
Das Studienangebot gliedert sich in wenige Fachrichtungen mit jeweils mehreren Vertiefungsmöglichkeiten. Der typische Zuschnitt sieht so aus:
- Informatik – als angewandte Informatik mit Vertiefungen in Richtung Medien- und Wirtschaftsinformatik sowie als technische Informatik mit Automatisierungs- und Kommunikationstechnik.
- Mechatronik – allgemeine Mechatronik sowie Vertiefungen wie Robotik.
- Elektro- und Informationstechnik – mit Schwerpunkten in Automatisierungstechnik und Telekommunikation.
- Maschinenbau – klassische konstruktions- und fertigungsnahe Ausrichtung.
- Wirtschaftsingenieurwesen – Verbindung technischer Grundlagen mit Betriebswirtschaft, häufig mit Logistikvertiefung.
Ergänzend stehen betriebswirtschaftlich ausgerichtete Zertifikatsprogramme, die technisches Fachwissen um Management- und Führungsthemen erweitern. Das ist der übliche Engpass in technischen Laufbahnen: Fachlich versierte Ingenieurinnen und Ingenieure übernehmen Leitungsaufgaben, ohne je dafür ausgebildet worden zu sein. Welche Ansätze dabei wirklich tragen, behandelt der Beitrag über Trainingsmethoden für Führungskräfte.
Anerkennung und Akkreditierung prüfen
Bei privaten Hochschulen lohnt sich der Blick auf zwei getrennte Punkte. Die staatliche Anerkennung spricht das Sitzland aus – sie berechtigt zur Vergabe akademischer Grade. Die Akkreditierung betrifft den einzelnen Studiengang oder das interne Qualitätssicherungssystem und läuft über Agenturen unter dem Dach der Stiftung Akkreditierungsrat, einer gemeinsamen Einrichtung der Länder. Welche Hochschulen anerkannt sind und welche Studiengänge sie führen, zeigt der Hochschulkompass der Hochschulrektorenkonferenz. Beide Quellen sind kostenlos und unabhängig vom Anbieter.
Zugang, Dauer und Aufwand
Grundlage für die Zulassung ist eine Hochschulzugangsberechtigung. Beruflich Qualifizierte können in Hessen unter bestimmten Bedingungen auch ohne Abitur zugelassen werden – üblich sind eine abgeschlossene Berufsausbildung und mehrjährige einschlägige Berufstätigkeit, teils verbunden mit einer Hochschulzugangsprüfung nach den ersten Semestern. Die konkreten Anforderungen legt die Hochschule nach hessischem Landesrecht fest; verbindlich ist nur die Auskunft der Studienberatung.
Fernhochschulen bieten deshalb regelmäßig eine kostenfreie Verlängerung der Regelstudienzeit an. Wie lange und zu welchen Bedingungen, steht im Studienvertrag und gehört zu den Punkten, die man vor der Unterschrift vergleichen sollte. Praktische Hinweise, wie sich Lernzeit im Berufsalltag überhaupt sichern lässt, sammelt der Beitrag zum berufsbegleitenden Weiterbilden.
Weitere Angaben zum Programm und zu den aktuellen Studiengebühren stellt die Wilhelm Büchner Hochschule* selbst bereit. Preise, Testphasen und Verlängerungsregelungen ändern sich; die Angaben im Studienvertrag sind maßgeblich.
Häufig gestellte Fragen
Ist ein Abschluss der Wilhelm Büchner Hochschule staatlich anerkannt?
Ja, sofern die Hochschule staatlich anerkannt und der Studiengang akkreditiert ist – beides lässt sich im Hochschulkompass und beim Akkreditierungsrat nachprüfen. Der akademische Grad unterscheidet sich nicht von dem einer staatlichen Fachhochschule.
Kann ich ohne Abitur ein technisches Fernstudium beginnen?
In Hessen ist der Zugang für beruflich Qualifizierte geregelt. Üblich sind eine abgeschlossene Berufsausbildung und mehrere Jahre einschlägige Berufserfahrung; in manchen Konstellationen ist nach den ersten Semestern eine Hochschulzugangsprüfung abzulegen. Die Details klärt die Studienberatung im Einzelfall.
Gibt es noch Diplomstudiengänge?
Nein. Die Studiengänge wurden im Zuge der Bologna-Reform auf Bachelor und Master umgestellt. Ältere Beschreibungen im Netz, die Diplomabschlüsse oder erst geplante Masterprogramme nennen, sind überholt.
Wie viel Präsenz ist im technischen Fernstudium nötig?
Technische Studiengänge enthalten Labor- und Praxisanteile, die sich nicht vollständig aus der Ferne abbilden lassen. Üblich sind Präsenzphasen an Wochenenden oder als Blockveranstaltung sowie Prüfungstermine an festen Standorten. Der Studienverlaufsplan nennt Umfang und Termine.





