Zentrale für Fernstudien an Fachhochschulen

Die Zentrale für Fernstudien an Fachhochschulen, mit Sitz in Koblenz, ist für die Entwicklung und Durchführung von Fernstudien an Fachhochschulen in den Bundesländern Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland zuständig.

Durch den Staatsvertrag zwischen den drei Ländern, stellt die Zentrale für Fernstudien an Fachhochschulen (ZFH) eine zentrale wissenschaftliche Einrichtung dar. Sie unterstützt Studiengänger bei Fragen rund um das Thema Fernstudium und bildet das logistische Zentrum für Fernstudienanbieter von Fachhochschulen der jeweiligen Länder. Eine solide Öffentlichkeitsarbeit und die Ausarbeitung und Weiterentwicklung des Studienmaterials zählt ebenfalls zu ihren Aufgabengebieten.

Ziel der Einführung dieser zentralen wissenschaftlichen Stelle ist es, den Empfehlungen des Wissenschaftsrates von 1992 nachzukommen, indem verstärkt weiterbildende Fernstudiengänge für Berufstätige eingerichtet werden sollten. Hierdurch wird der Zugang zu einem Studium, aufgrund von ersten beruflichen Erfahrungen erleichtert. Somit richtet sich das angebotene Studienrepertoire nicht nur an Hochschulabsolventen, sondern auch an Berufstätige, die sich in speziellen Bereichen weiterbilden möchten. Aktuell werden 19 Fernstudiengänge in den drei beteiligten Bundesländern angeboten.

Die Möglichkeit, ohne Berufsunterbrechung staatliche und international anerkannte Hochschulabschlüsse zu erwerben und somit anerkannte Qualifikationen auf akademischem Niveau zu erlangen, gewinnt zunehmend an Bedeutung. Das Fernstudium erfolgt größtenteils in den eigenen vier Wänden, also in Form eines Selbststudiums. Durch multimediale Lernplattformen und dem stetigen Kontakt zum persönlichen Mentor, kann der eigene Lernfortschritt konstant überprüft werden. Ebenso ist der Austausch mit anderen Kommilitonen möglich, was via Chatroom und Newsgroups per Internet oder durch Präsenzveranstaltungen erreicht wird.

Auf diesen Veranstaltungen werden erlangte Kenntnisse und Lerninhalte vertieft und offene Fragen können geklärt werden. Die Präsenzveranstaltungen finden überwiegend am Wochenende oder in Form von einwöchigem Blockunterricht statt, sodass insbesondere berufstätige Studierende die Chance auf eine Teilnahme haben.

Die meisten Studienlehrgänge sind modular aufgebaut. Somit ist es möglich, je nach Zielsetzung, einzelne Studienlehrgänge, kombinierte Lehrgänge oder ein Gesamtstudium zu absolvieren. Für das Erreichen eines anerkannten Hochschulabschlusses ist ein Gesamtstudium nötig, wohingegen Interessen an speziefischen Themengebieten modular erreicht werden können.

Jedes erfolgreich besuchte Lehrmodul schließt mit einem Einzelzertifikat ab. So ist auch das gesamte Fernstudium äußerst flexible zu gestalten. Die einzelnen Fernstudiengänge können kombiniert werden und ein eingeschränktes persönliches oder berufliches Zeitbudget führt nicht zwangsläufig zum Abbruch des gesamten Studiums. Dieses kann bei Erreichen eines passenderen Zeitpunktes aufbauend fortgeführt werden. Zudem ist das Lehrmaterial so ausgerichtete, dass es auch nach dem Fernstudium als effizientes Nachschlagewerk dienen kann und hierdurch auch nach Studienabschluss hilfreich ist.

Interessierte lassen sich bei der ZFH in der Wahl des richtigen Studiums und bei allen anfänglichen Fragen beraten und erhalten einen Überblick über die Inhalte der Fernstudiengänge. Die Anmeldung zum gewünschten Fernstudium erfolgt dann bei der ZFH, die die Unterlagen an den jeweiligen Fernstudienanbieter gibt. Dieser stellt, nach Abschluss des Anmeldeverfahrens, eine Studienbescheinigung aus. Ab dann erfolgt die Betreuung durch die Studienorganisationen und in den meisten Fällen werden Einladungen zu Einführungsveranstaltungen geboten.

Eine gute Sache also, um sich nebenberuflich weiter zu bilden oder einen anerkannten Hochschulabschluss abzulegen. Bei der ZFH laufen die Fäden zusammen, hier werden auch Fernstudierende wie “echte Studenten“ behandelt und nicht zu “Möchtegernstudenten“ degradiert.

Webadresse: www.zfh.de

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