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Produktlebenszyklen werden kürzer, technische Alternativen zahlreicher. Für Unternehmen entsteht daraus eine doppelte Aufgabe: neue technologische Optionen früh erkennen und sie anschließend so umsetzen, dass daraus marktfähige Produkte werden. Genau darauf zielt der Masterstudiengang Innovations- und Technologiemanagement.
Angesprochen sind Absolventinnen und Absolventen eines ersten Studiums in Informatik, Natur- oder Ingenieurwissenschaften, die ihre technische Grundlage um Managementkompetenz erweitern wollen. Der Studiengang gliedert sich in ein Basisstudium mit betriebswirtschaftlichen Entscheidungsgrundlagen, einen Kernbereich zu Innovations-, Technologie- und Qualitätsmanagement sowie ein Vertiefungs- und Projektstudium mit selbst gewähltem Schwerpunkt. Der Abschluss ist der Master of Science.
Was der Studiengang vermittelt
Der Kern des Programms ist die Verbindung zweier Perspektiven. Aus der Technik kommt das Verständnis dafür, was machbar ist und welchen Entwicklungsaufwand eine Lösung verursacht. Aus dem Management kommt die Bewertungsebene: Investitionsrechnung, Kosten- und Leistungsrechnung, Projektsteuerung und die Frage, welche Innovationsidee überhaupt weiterverfolgt werden soll.
Konkret behandelt der Kernbereich Innovationsstrategien und das Management von Ideen, das Forschungs- und Entwicklungsmanagement, Patentrecht und Schutzrechtsstrategien, technologiebasierte Unternehmensgründungen sowie Qualitätsthemen von Produkt- und Lifecycle-Management bis Lean Six Sigma. Ergänzt wird das durch Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens, die im Projektstudium und in der Masterarbeit angewendet werden.
Details zum Fernstudium Innovations- und Technologiemanagement
Die Angaben beziehen sich auf das Programm der Wilhelm Büchner Hochschule. Modulpläne, Creditpoint-Verteilung und Gebühren werden regelmäßig überarbeitet; verbindlich sind die aktuellen Angaben des Anbieters.
| Voraussetzungen | Zugelassen wird, wer ein mindestens sechssemestriges Studium in Informatik, Ingenieur- oder Naturwissenschaften mit guten Ergebnissen abgeschlossen hat. Leistungen aus einem siebensemestrigen Bachelorstudium können bis zu einem Umfang von 30 Credits angerechnet werden, sofern sie gleichwertig sind. Über Zulassung und Anrechnung entscheidet der Prüfungsausschuss. Gute Englischkenntnisse werden vorausgesetzt. |
| Studienbeginn | Die Aufnahme des Studiums ist jederzeit möglich. |
| Studieninhalte | Den Modulen sind nach dem European Credit Transfer System (ECTS) Creditpoints (cp) entsprechend dem Arbeitsaufwand zugeordnet. Das Studium gliedert sich in ein Basis- und ein Vertiefungsstudium. Basisstudium (52 cp)
Vertiefungsstudium (68 cp)
Projektstudium |
| Studiendauer | Zwei Jahre beziehungsweise 24 Monate. Die Betreuungszeit lässt sich ohne zusätzliche Kosten um 12 Monate verlängern. |
| Service | Der Studienplan ist auf das Fernstudium abgestimmt und kommt ohne feste Semesterferien aus; die Betreuung übernehmen Lehrende der Hochschule. Für den Studiengang arbeitet die Hochschule nach eigenen Angaben mit Unternehmen und Instituten aus dem Innovations-, Technologie- und Prozessmanagement zusammen. |
| Titel | Master of Science (M. Sc.) |
| Weblink | Wilhelm Büchner Hochschule* |
Die drei Schwerpunkte im Überblick
Für wen sich der Studiengang eignet
Das Programm passt zu Ingenieurinnen und Informatikern, die in Richtung Produktverantwortung, Entwicklungsleitung oder Qualitätsmanagement gehen wollen. Es ist kein Ersatz für ein rein betriebswirtschaftliches Studium und auch kein General-Management-Programm: Der technische Bezug bleibt durchgängig erhalten, was in produzierenden Unternehmen ein Vorteil ist.
Weil ein Großteil der Aufgaben in Projekten und über Abteilungsgrenzen hinweg erledigt wird, ist Führung ohne Weisungsbefugnis ein zentrales Thema. Welche Methoden dabei tragen, behandelt der Ratgeber zu Trainingsmethoden für Führungskräfte. Wie sich ein Masterstudium überhaupt neben einer Vollzeitstelle organisieren lässt, beschreibt der Beitrag berufsbegleitend weiterbilden.
Einordnung und verwandte Programme
Was ein Masterabschluss im deutschen Hochschulsystem bedeutet, erklärt der Glossareintrag Master. Wer den Schwerpunkt stärker auf Medien und digitale Produkte legen möchte, sollte den Master Medieninformatik vergleichen.
Vor der Anmeldung lohnen zwei Prüfschritte: Ist der Studiengang akkreditiert? Die Verfahren und Ergebnisse dokumentiert die Stiftung Akkreditierungsrat. Und welche Hochschulen bieten vergleichbare Programme an? Das zeigt der Hochschulkompass der Hochschulrektorenkonferenz.
Häufig gestellte Fragen
Welches Erststudium wird verlangt?
Ein mindestens sechssemestriges Studium in Informatik, Ingenieur- oder Naturwissenschaften mit guten Ergebnissen. Über Zulassung und Anrechnung entscheidet der Prüfungsausschuss der Hochschule im Einzelfall.
Muss ich mich auf einen Schwerpunkt festlegen?
Ja, die wissenschaftliche Spezialisierung und das Projektstudium bauen auf dem gewählten Schwerpunkt auf. Die Wahl fällt nach dem Basisstudium und bestimmt das fachliche Profil des Abschlusses.
Wie lange dauert das Studium berufsbegleitend?
Regulär 24 Monate. Da sich die Betreuungszeit kostenfrei um 12 Monate verlängern lässt, sind bei voller Berufstätigkeit rund drei Jahre eine realistische Planungsgröße.
Kann ich mit dem Abschluss promovieren?
Der Master of Science erfüllt die formale Voraussetzung für eine Promotion. Ob eine Universität den Abschluss annimmt, richtet sich nach ihrer Promotionsordnung; bei Fachhochschulabschlüssen sind zusätzliche Auflagen üblich.
Ist Patentrecht wirklich Studieninhalt?
Ja, es gehört zum Schwerpunkt Technologiemanagement. Für technische Führungsrollen ist das relevant, weil Schutzrechtsstrategien darüber entscheiden, ob sich eine Entwicklung wirtschaftlich verwerten lässt.





