Interventionskraft

Aus- und Weiterbildung zur Interventionskraft

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© RyanMcGuire – Pixabay

Kurz gesagt sind Interventionskräfte die ersten Personen, die bei einem Alarm ausrücken. Sie begutachten die Auslöser des Alarms und reagieren entsprechend darauf. Bei einem Fehlalarm setzen sie das System zurück, ansonsten informieren sie die Polizei.

Das Seminar richtet sich einmal an Beschäftigte von Bewachungsunternehmen wie zum Beispiel Alarm- und Revierfahrer oder für den Werkschutz zuständiges Personal. Genauso befähigt es Mitarbeiter, bereits vorhandene Interventionskräfte zu unterstützen. Bereits ausgebildete Interventionskräfte können ihr Wissen auffrischen und vertiefen.

Hinweis: Ausbildungsinstitute sollten ein Seminar gemäß VdS 2172 anbieten. Die VdS Schadenverhütung GmbH ist eine Tochtergesellschaft des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft. Das Zertifikat eines Kurses gemäß VdS 2172 stellt eine fundierte Wissensvermittlung sicher.

Die Ausbildung zur Interventionskraft: Dauer und Inhalte

Kurse finden als Präsenzveranstaltungen statt und dauern drei Tage. Das Seminar ist auch zur Auffrischung und Vertiefung vorhandener Grundkenntnisse geeignet.

Kursinhalt

Das Seminar vermittelt breit gefächerte rechtliche Grundlagen:

  • rechtliche Aspekte bei Interventionsaufgaben
  • Unterschied öffentliches Recht und Privatrecht
  • Privatrecht und Objektschutz
  • Grundlagen Strafrecht und Verfahrensrecht

Darüber hinaus stehen die Themen Arbeitsschutz und Gesundheitsschutz im Lehrplan. Dafür werden spezielle Kapitel der Unfallverhütungsvorschriften herangezogen.

Im Bereich Dienstkunde werden folgende Aspekte behandelt:

  • Zusammenarbeit mit relevanten Stellen wie Polizei, Behörden oder anderen Hilfskräften
  • Grundlagen des Eigenschutzes
  • Regeln im Melde- und Berichtswesen
  • Verhalten und Handeln am Interventionsort und auf dem Hin- und Rückweg

Der Umgang mit Menschen spielt ebenfalls eine zentrale Rolle in der Ausbildung:

  • Verhalten in unterschiedlichen Situationen
  • Kommunikationsstrategien: Sprache als Werkzeug
  • Umgang mit Menschen
  • Wissen um durch Menschen verursachte Fehler

Eine Interventionskraft nutzt technische Hilfsmittel, die im Kurs besprochen werden:

  • aktuelle Sicherungseinrichtungen
  • Kennenlernen von Meldesystemen
  • Möglichkeiten und Grenzen von Kommunikationstechnik
  • Brandschutz: Umgang mit Feuerlöschgeräten und Brand-Prävention
  • Kenntnis von Zugangs- und Kontrollsystemen
  • Persönliche Schutzausrüstung

Das Seminar bietet die Möglichkeit, sich außerhalb der Unterrichtsstunden mit Kollegen intensiv auszutauschen.

Abschluss und berufliche Perspektiven

Am Ende des Kurses unterziehen sich die Teilnehmer einem Wissenstest. Nach dem bestandenen Test erhalten die Absolventen eine Teilnahmebescheinigung und ein Zertifikat als Bestätigung, dass sie eine Ausbildung entsprechend DIN 77200 besucht haben.

Mitarbeiter, die an einem VdS 2172 zertifizierten Lehrgang teilnehmen, sind begehrte Fachkräfte. Sie verfügen den aktuellsten Wissensstand und erfüllen die Kriterien nach DIN 77200. Diese Norm legt die Kriterien fest, die zertifizierte Sicherheitsdienstleister erfüllen müssen. Das Erfüllen der DIN 77200 Kriterien weist ein Sicherheitsunternehmen als Qualitätsunternehmen aus und verschafft ihm einen Vorteil gegenüber Wettbewerbern. Als Interventionskraft mit entsprechendem Zertifikatslehrgang erhöhen Sie die Chancen auf eine Anstellung bei hochprofessionellen und angesehenen Sicherheitsdienstleistern. Genauso sichert die Qualifikation die Jobchancen zum Beispiel im Werksschutz von Industrieunternehmen oder für den Schutz von Privatobjekten.