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Wer sich schriftlich unsicher ausdrückt, merkt es meist spät — beim Bewerbungsschreiben, beim ersten Bericht im neuen Job, bei der Hausarbeit im Studium. Rechtschreibung und Zeichensetzung sind dann keine Schulthemen mehr, sondern harte Auswahlkriterien. Der Fernkurs „Deutsch“ des Instituts für Lernsysteme (ILS) ist darauf ausgelegt, genau diese Lücken nachzuholen.
Der Lehrgang umfasst neun Studienhefte und deckt zwei Bereiche ab: die Regeln der Rechtschreibung und Zeichensetzung sowie die Stil- und Aufsatzlehre. Das ILS besteht seit 1977 in Hamburg und gehört zu den etablierten Fernschulen in Deutschland. Der Kurs lässt sich vier Wochen unverbindlich testen.
Details zum Fernkurs Deutsch
| Voraussetzungen | Einzige Voraussetzung ist die Fähigkeit, mit deutschsprachigem Unterrichtsmaterial zu arbeiten. Sie können sich anmelden und die Studienunterlagen zunächst vier Wochen zur Probe nutzen.
Passen Unterlagen und die Betreuung durch den zugeordneten Fernlehrer zu Ihren Erwartungen, läuft der Lehrgang weiter. |
| Lerninhalte | Vermittelt werden die Inhalte in neun Studienheften. Dazu gehören Groß- und Kleinschreibung, Silbentrennung, Zusammen- und Getrenntschreibung, häufige Fehlerquellen und die korrekte Zeichensetzung. Ein aktuelles Wörterbuch der Rechtschreibung wird mitgeliefert.
Über dieses Basiswissen hinaus behandelt der Kurs die Einführung in die Wort- und Satzlehre sowie die Stil- und Aufsatzlehre. Trainiert wird sie an praktischen Textsorten: Berichte, Lebensläufe, Briefe, Beschreibungen, Tagebucheinträge und weitere Gebrauchstexte. |
| Studiendauer | Die Studiendauer ist auf sechs Monate angelegt, gerechnet mit acht Übungsstunden pro Woche. Das Tempo bestimmen Sie selbst: Der Kurs lässt sich verkürzen oder um bis zu sechs weitere Monate verlängern, wobei die Betreuung durch den Tutor unverändert bestehen bleibt. |
| Abschluss | Nach erfolgreichem Abschluss erhalten Sie ein Abschlusszeugnis des ILS. Es ist ein Institutszeugnis über die erbrachten Leistungen. Der Lehrgang selbst ist als entgeltlicher Fernunterricht staatlich zugelassen. |
| Weblink | ILS – Institut für Lernsysteme |
Warum viele erst als Erwachsene nachbessern
Die Klage über nachlassende Sprachkompetenz begleitet praktisch jede Schülergeneration und lässt sich in dieser Pauschalität nicht belegen. Belegbar ist etwas anderes: Die Anforderungen an das Schreiben haben zugenommen. Wer früher am Telefon oder mündlich kommunizierte, schreibt heute E-Mails, Chatnachrichten, Tickets und Protokolle — und zwar für ein Publikum, das mitliest und bewertet.
Dazu kommt Unsicherheit über die geltenden Regeln. Die Rechtschreibreform von 1996 wurde 2004 und 2006 überarbeitet; seit 2004 betreut der Rat für deutsche Rechtschreibung das amtliche Regelwerk und passt es in größeren Abständen an den tatsächlichen Schreibgebrauch an. Bei einer Reihe von Wörtern sind mehrere Schreibungen zulässig. Wer das nicht weiß, hält zulässige Varianten für Fehler — und umgekehrt.
Was der Lehrgang leisten kann
Der Kurs ist ein Regelkurs mit Übungsteil. Er systematisiert, was in der Schulzeit fragmentarisch geblieben ist, und trainiert es an praxisnahen Textsorten. Sechs Monate sind dafür knapp, aber machbar, weil der Stoff klar abgegrenzt ist.
Was er nicht leistet: Er macht aus Ihnen keinen Autor und ersetzt keine Fachqualifikation. Wenn Sie zusätzlich Literaturgeschichte und Textanalyse mitnehmen wollen, ist Deutsch mit Literaturkunde der passendere, aber auch längere Lehrgang. Liegt Ihr Schwerpunkt auf beruflicher Korrespondenz und Kommunikation, vergleichen Sie ihn mit Gutes Deutsch in Beruf und Alltag.
Zulassung und Abschluss auseinanderhalten
Entgeltliche Fernlehrgänge sind in Deutschland zulassungspflichtig. Die Staatliche Zentralstelle für Fernunterricht in Köln prüft Lehrmaterial, Betreuung und Werbeaussagen. Aus dieser Prüfung wird in der Werbung gern ein „staatlich geprüfter Abschluss“ — das ist irreführend.
Korrekt ist: Der Lehrgang ist zugelassen, das Zeugnis stammt vom Institut. Einen staatlich geregelten Abschluss oder einen Schulabschluss erwerben Sie damit nicht. Wer einen formal anerkannten Nachweis braucht, muss eine externe Prüfung ablegen, etwa im Rahmen einer Schulfremdenprüfung oder eines geregelten Fortbildungsabschlusses.
Für wen sich der Kurs rechnet
Der Lehrgang lohnt sich vor allem für Erwachsene, die vor einem konkreten nächsten Schritt stehen: eine Bewerbung auf eine Stelle mit Schreibanteil, der Wechsel in eine Position mit Kundenkorrespondenz oder die Vorbereitung auf ein Studium, in dem schriftliche Arbeiten anfallen. Für Schülerinnen und Schüler mit akuten Lücken ist dagegen Nachhilfe das schnellere Mittel, weil sie direkt am aktuellen Schulstoff ansetzt.
Sechs Monate neben dem Beruf klingen überschaubar, scheitern aber häufig an fehlender Routine. Der Beitrag zum berufsbegleitenden Weiterbilden zeigt, wie sich feste Lernzeiten verankern lassen, bevor die Motivation nachlässt.
Häufig gestellte Fragen
Ist der Kurs für Deutsch als Zweitsprache gedacht?
Nein. Er setzt voraus, dass Sie mit deutschsprachigem Unterrichtsmaterial arbeiten können, und behandelt Sprachrichtigkeit, nicht Spracherwerb. Für den Einstieg ins Deutsche gibt es eigene Kursformate.
Wie lange dauert der Lehrgang wirklich?
Kalkuliert sind sechs Monate bei acht Wochenstunden. Die Verlängerung um bis zu sechs Monate ist vorgesehen und für Berufstätige eher die Regel als die Ausnahme.
Bekomme ich Lernmaterial gestellt?
Ja. Zum Lehrgang gehören neun Studienhefte und ein aktuelles Wörterbuch der Rechtschreibung. Zusätzliche Anschaffungen sind für den Kurs nicht erforderlich.
Zählt das ILS-Zeugnis als Schulabschluss?
Nein. Es ist ein Institutszeugnis über die Kursleistungen. Ein Haupt- oder Realschulabschluss wird damit nicht erworben.
Kann ich den Kurs abbrechen?
Innerhalb des vierwöchigen Testzeitraums entstehen keine Kosten. Danach gelten die im Fernlehrvertrag genannten Kündigungsfristen, die Sie vor der Anmeldung lesen sollten.





