Bachelor Elektrotechnik

Was Elektroingenieure tun

Elektroingenieurinnen und -ingenieure entwickeln und konstruieren elektrotechnische Produkte – von der Leistungselektronik einer Ladesäule bis zur Sensorik einer Fertigungsanlage. Ein erheblicher Teil arbeitet zudem nicht in der Entwicklung, sondern in Fertigung, Inbetriebnahme, Prüfwesen oder technischem Vertrieb, wo Fachwissen und Kundenkontakt zusammenkommen.

Der berufsbegleitende Bachelorstudiengang Elektrotechnik setzt auf eine praxis- und anwendungsorientierte Ingenieurausbildung auf wissenschaftlicher Grundlage. Ziel ist die Befähigung zu eigenverantwortlicher Berufstätigkeit: Studierende sollen technische Aufgaben nicht nur nach Anleitung abarbeiten, sondern Lösungen begründen und bewerten können.

Berufsfelder nach dem Abschluss

Das Studium bereitet auf Tätigkeiten in einer Reihe technischer Felder vor, national wie international:

  • Automatisierungstechnik
  • Bild-, Ton- und Sprachverarbeitung
  • Computertechnik
  • elektrische Energietechnik
  • Mikrosystemtechnik
  • Mobilfunk und Telekommunikation
  • Nanotechnologie

Hinzu kommen nichttechnische Rollen, in denen das Ingenieurwissen die Grundlage bildet: technischer Einkauf, Produktmanagement, Qualitätssicherung oder Vertrieb erklärungsbedürftiger Systeme. Welche Anforderungen und Tätigkeitsprofile hinter der Berufsbezeichnung stehen, beschreibt das BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit.

Fernstudium Bachelor Elektrotechnik

Die folgenden Angaben geben den Stand der ursprünglichen Studiengangsbeschreibung der DIPLOMA Hochschule wieder, die früher als DIPLOMA Fachhochschule Nordhessen firmierte. Der Studiengang wird sowohl als Fern- als auch als Präsenzvariante geführt. Studienzentren, Schwerpunkte und Gebühren ändern sich; verbindlich sind die aktuellen Angaben der Hochschule.

Voraussetzungen Erforderlich ist eine der folgenden Qualifikationen:

  • allgemeine Hochschulreife
  • Fachhochschulreife
  • bestandene Meisterprüfung
  • ohne diese Abschlüsse ist die Zulassung an den Studienzentren möglich, wenn zum Studienbeginn eine mindestens vierjährige hauptberufliche Tätigkeit nachgewiesen wird
Studienbeginn Zum Wintersemester (Oktober) oder zum Sommersemester (April).
Studieninhalte Im Studium werden insgesamt 180 Creditpoints erworben, die nach dem internationalen Creditpoint-System entsprechend dem Arbeitsaufwand je Modul vergeben werden. Als fachlicher Schwerpunkt ist die Automatisierungstechnik vorgesehen.
Studiendauer Sechs Semester, also drei Jahre. Die Studiendauer lässt sich individuell um bis zu vier Semester verlängern.
Standorte Berlin-Treptow, Friedrichshafen, Kassel, Leipzig und München. Das Netz der Studienzentren wird laufend angepasst; die aktuellen Standorte nennt die Hochschule.
Titel Bachelor of Engineering (B. Eng.)
Service Der Studiengang ist berufsbegleitend organisiert. An den Studienzentren finden samstags freiwillige Übungs- und Seminarveranstaltungen statt; verpflichtend sind mindestens acht Labortage, die als Blockveranstaltungen durchgeführt werden. Für die Selbstlernphasen stehen aufbereitete Studienbriefe, eine telefonische Betreuung sowie eine E-Learning-Plattform mit virtuellen Laboren, Simulationen, Übungen und Literatur zur Verfügung. Das Angebot der einzelnen Studienzentren unterscheidet sich.
Anbieter DIPLOMA Hochschule (vormals DIPLOMA Fachhochschule Nordhessen)

Labortage: der Punkt, den man einplanen muss

Elektrotechnik lässt sich nicht vollständig am Schreibtisch lernen. Messtechnik, Schaltungsaufbau und Fehlersuche gehören in ein Labor, und genau dafür sieht der Studiengang mindestens acht Pflichtlabortage als Blockveranstaltungen vor. Für Berufstätige heißt das: Urlaubstage einplanen, Anreise und Übernachtung kalkulieren. Wer die Studienzentren nach Wohnort auswählt, spart hier spürbar Zeit und Geld.

Der zweite Planungspunkt ist die Mathematik. Höhere Mathematik, Physik und Grundlagen der Elektrotechnik bilden das erste Studienjahr und sind erfahrungsgemäß die häufigste Abbruchursache. Wer länger aus der Schule heraus ist, sollte Vor- oder Brückenkurse nutzen, bevor das erste Semester beginnt.

Zulassung und Qualitätsnachweis

Der Zugang für beruflich Qualifizierte ist ausdrücklich vorgesehen: Eine bestandene Meisterprüfung oder eine mindestens vierjährige hauptberufliche Tätigkeit ersetzen die schulische Hochschulzugangsberechtigung. Unabhängig davon lohnt der Blick auf die Akkreditierung – nur akkreditierte Programme führen zu einem staatlich anerkannten Hochschulgrad. Die Verfahren und Ergebnisse dokumentiert die Stiftung Akkreditierungsrat in einer öffentlichen Datenbank.

Verwandte Fernstudiengänge

Elektrotechnik grenzt eng an mehrere andere Ingenieurfächer. Der Bachelor Mechatronik verbindet Elektrotechnik mit Maschinenbau und Steuerungssoftware, der Bachelor Maschinenbau setzt den Schwerpunkt auf Konstruktion und Fertigung. Wer die Softwareseite vertiefen möchte, findet sie im Bachelor angewandte Informatik oder im Bachelor Informatik. Für eine kaufmännische Ergänzung bietet sich der Bachelor Wirtschaftsingenieurwesen Produktion an.

Häufig gestellte Fragen

Wie viele Creditpoints umfasst das Studium?

180 Creditpoints in sechs Semestern. Das ist der übliche Umfang eines dreijährigen Bachelorstudiums; einige Ingenieurstudiengänge sind dagegen auf 210 Creditpoints und sieben Semester angelegt. Für ein anschließendes Masterstudium kann dieser Unterschied relevant sein.

Kann ich mit Meisterprüfung studieren?

Ja. Eine bestandene Meisterprüfung berechtigt zum Studium, ebenso eine mindestens vierjährige hauptberufliche Tätigkeit nach der Regelung für beruflich Qualifizierte.

Wie viele Präsenztermine sind Pflicht?

Verpflichtend sind mindestens acht Labortage als Blockveranstaltung. Die samstäglichen Übungs- und Seminarveranstaltungen sind freiwillig, für das Verständnis der Grundlagenfächer aber sehr zu empfehlen.

Was bedeutet der Schwerpunkt Automatisierungstechnik?

Der Studiengang vertieft die Steuerung und Regelung technischer Prozesse – Speicherprogrammierbare Steuerungen, Antriebe, Bussysteme und Prozessleittechnik. Diese Ausrichtung passt besonders zu Beschäftigten aus Anlagenbau, Fertigung und Instandhaltung.

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