Bachelor Medienwirtschaft und Medienmanagement

Medienunternehmen brauchen Beschäftigte, die redaktionelle Abläufe verstehen und zugleich mit Deckungsbeiträgen, Reichweitendaten und Vertriebswegen umgehen können. Genau an dieser Schnittstelle setzt der berufsbegleitende Bachelorstudiengang Medienwirtschaft und Medienmanagement an: Er verbindet Betriebswirtschaftslehre mit journalistischem Handwerk und mediensoziologischer Einordnung.

Angeboten wird das Programm von der DIPLOMA Hochschule, die bis zur Umbenennung als DIPLOMA Fachhochschule Nordhessen firmierte. Der Studiengang startete zum Wintersemester 2009/2010 und wird an mehreren Studienzentren berufsbegleitend geführt.

Das Drei-Säulen-Modell

Der Studienaufbau folgt einer einfachen Logik: Auf einem betriebswirtschaftlichen Fundament stehen drei fachliche Säulen. Medienjournalismus vermittelt Recherche, Aufbereitung und die Produktionslogik redaktioneller Arbeit. Mediensoziologie fragt danach, wie Mediennutzung Meinungsbildung, Milieus und Alltag prägt. Medienwirtschaft behandelt Erlösmodelle, Rechteverwertung, Werbemärkte und Vertrieb.

Drei-Säulen-ModellMedien-journalismusMedien-soziologieMedien-wirtschaftBetriebswirtschaftliche Basisrund 55 Prozent des Studiums
Drei fachliche Säulen auf betriebswirtschaftlichem Fundament: So ist der Studiengang aufgebaut.

Rund 55 Prozent des Studiums entfallen auf medienorientierte Betriebswirtschaftslehre, etwa 45 Prozent auf die spezielle Medienbetriebslehre. Absolventinnen und Absolventen sind damit für Aufgaben in Verlagen, Rundfunkanstalten, Online-Redaktionen und Agenturen ebenso vorbereitet wie für Medienabteilungen in Unternehmen anderer Branchen.

Fernstudium Bachelor Medienwirtschaft

Die folgenden Angaben geben den Stand der ursprünglichen Studiengangsbeschreibung wieder. Studienzentren, Modulpläne und Gebühren ändern sich – prüfen Sie die aktuellen Angaben vor einer Bewerbung beim Anbieter.

Voraussetzungen Für die Zulassung zum berufsbegleitenden Bachelorstudiengang genügt eine der folgenden Qualifikationen:

  • allgemeine Hochschulreife
  • Fachhochschulreife
  • bestandene Meisterprüfung
  • ohne diese Abschlüsse ist eine Zulassung nach der hessischen Verordnung über den Zugang beruflich Qualifizierter zu den Hochschulen möglich, wenn eine mindestens vierjährige hauptberufliche Tätigkeit nachgewiesen wird
Studienbeginn Zum Wintersemester (Oktober) oder zum Sommersemester (April).
Studieninhalte Die Creditpoints werden nach dem European Credit Transfer System (ECTS) entsprechend dem Arbeitsaufwand je Modul vergeben.

  • rund 55 Prozent medienorientierte Betriebswirtschaftslehre
  • rund 45 Prozent spezielle Medienbetriebslehre

Das Studium folgt dem Drei-Säulen-Modell: Neben dem betriebswirtschaftlichen Kern werden von Beginn an Inhalte aus Medienjournalismus, Mediensoziologie und Medienwirtschaft vermittelt.

Studiendauer Sieben Semester, also dreieinhalb Jahre. Eine individuelle Verlängerung um bis zu vier Semester ist möglich.
Standorte Friedrichshafen, Kassel, Leipzig, Mannheim, Nürnberg, Regenstauf. Das Netz der Studienzentren wird laufend angepasst; aktuelle Standorte nennt die Hochschule.
Titel Bachelor of Arts (B.A.)

Berufsbegleitend studieren: was das praktisch bedeutet

Berufsbegleitende Studiengänge dieses Typs arbeiten mit Studienheften im Selbststudium und Präsenzterminen am gewählten Studienzentrum, meist an Samstagen. Das reduziert Fahrtzeiten, verlangt aber verlässliche Lernzeiten unter der Woche. Wer Schichtdienst oder häufige Dienstreisen hat, sollte vorab klären, wie viele Präsenztermine verpflichtend sind.

Die Zulassung ohne Abitur läuft über die hessische Regelung zum Hochschulzugang beruflich Qualifizierter. Zuständig für den Hochschulbereich in Hessen ist das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst. Ob ein Studiengang akkreditiert ist und welche Hochschulen ihn anbieten, lässt sich im Hochschulkompass der Hochschulrektorenkonferenz nachschlagen – ein sinnvoller Prüfschritt vor jeder Bewerbung.

Verwandte Studiengänge

Wer die technische Seite der Medienproduktion stärker gewichten möchte, findet sie im Bachelor Web- und Medieninformatik. Steht die betriebliche IT im Vordergrund, ist der Bachelor Wirtschaftsinformatik die passendere Wahl, für Softwareentwicklung im engeren Sinn der Bachelor angewandte Informatik.

Bleibt die Betriebswirtschaft der Kern, kommen der Bachelor Betriebswirtschaftslehre und -Psychologie mit seinem Blick auf Verhalten und Kommunikation sowie der international ausgerichtete Bachelor Europäische Betriebswirtschaftslehre infrage.

Häufig gestellte Fragen

Für wen eignet sich der Studiengang?

Vor allem für Berufstätige aus Medienunternehmen, Agenturen und Unternehmenskommunikation, die eine kaufmännische Qualifikation nachholen wollen, ohne den Bezug zur redaktionellen Arbeit zu verlieren. Auch Quereinsteiger mit vierjähriger Berufspraxis können zugelassen werden.

Ist das ein reines Fernstudium?

Nein, es handelt sich um ein berufsbegleitendes Studium mit Präsenzanteil: Selbststudium mit Studienheften wechselt sich mit Seminartagen am Studienzentrum ab. Der Umfang der Präsenzpflicht unterscheidet sich je Standort und sollte vorab erfragt werden.

Welchen Abschluss erhalte ich?

Den Bachelor of Arts (B.A.). Er berechtigt zur Aufnahme eines Masterstudiums und ist im Europäischen Hochschulraum vergleichbar eingestuft.

Wie lange dauert das Studium?

Regulär sieben Semester. Wer beruflich stark eingebunden ist, kann die Studienzeit um bis zu vier Semester strecken.

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