Bachelor Europäische Betriebswirtschaftslehre im Fernstudium

Berufsbegleitende Fort- und Weiterbildung per Fernstudium

europäische betriebswirtschaftslehre
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Die Europäische Betriebswirtschaftslehre ist der bekannteste Fernstudiengang der Europäischen Fernhochschule Hamburg. Inhaltlich handelt es sich um ein betriebswirtschaftliches Studium mit international ausgerichtetem Zuschnitt: Neben den klassischen BWL-Modulen stehen Wirtschaftssprachen, internationales Wirtschaftsrecht und Module zum grenzüberschreitenden Geschäft. Der Abschluss ist ein Bachelor of Arts mit 180 ECTS-Punkten.

Was den Studiengang von einer allgemeinen BWL unterscheidet

Der Unterschied liegt weniger im betriebswirtschaftlichen Kern als in den Ergänzungen. Rechnungswesen, Marketing, Volkswirtschaftslehre, Investition und Finanzierung, Personal und Organisation gehören zu jedem BWL-Studium. Hinzu kommen hier:

  • Wirtschaftssprachen mit erheblichem Umfang, vor allem Business-Englisch, je nach Programm ergänzt um eine zweite Fremdsprache.
  • Internationale Studien und internationale Wirtschaft – Handelsstrukturen, Währungsräume, europäische Rahmenbedingungen.
  • Internationale Seminare, teilweise in Kooperation mit Partnerhochschulen im Ausland.
  • Recht mit grenzüberschreitendem Bezug statt ausschließlich nationalem Wirtschaftsrecht.

Für die Berufspraxis ist das der eigentliche Punkt: Wer im Export, im internationalen Einkauf oder in einem Konzern mit ausländischen Standorten arbeitet, braucht beides – betriebswirtschaftliche Grundlagen und die Fähigkeit, sie auf Englisch zu verhandeln.

Aufbau des Studiums

Studienaufbau, 180 ECTSGrundlagen: BWL, VWL, RechnungswesenSprachen: Business-EnglischInternational: Recht, Märkte, SeminareAbschluss: Bachelorarbeit
Betriebswirtschaftlicher Kern, Sprachanteil, internationale Module und Abschlussarbeit.

Die Module werden über das Studium verteilt und mit ECTS-Punkten gewichtet; in der Summe ergeben sie 180 Credits. Die genaue Modulzuordnung und die Punkteverteilung stehen im jeweils gültigen Studienverlaufsplan – ältere Übersichten im Netz weichen davon regelmäßig ab und sollten nicht als verbindlich genommen werden.

Voraussetzungen Allgemeine Hochschulreife, Fachhochschulreife oder fachgebundene Hochschulreife. Beruflich Qualifizierte können nach dem Hamburgischen Hochschulgesetz auch ohne Abitur zugelassen werden; verlangt werden in der Regel eine abgeschlossene Berufsausbildung und einschlägige Berufspraxis. Fremdsprachenkenntnisse sind von Vorteil, aber keine formale Zugangsvoraussetzung.
Studienbeginn Bei Fernhochschulen in der Regel jederzeit möglich, nicht an Semestertermine gebunden.
Regelstudienzeit Sechs Semester. Berufsbegleitend Studierende überschreiten das häufig; die meisten Fernhochschulen räumen eine kostenfreie Verlängerung ein, deren Umfang im Studienvertrag steht.
Abschluss Bachelor of Arts, 180 ECTS-Punkte. Die Bachelorarbeit ist verpflichtender Bestandteil.
Akkreditierung Über eine Agentur unter dem Dach des Akkreditierungsrats, bei wirtschaftsnahen Studiengängen häufig die FIBAA. Der Status lässt sich öffentlich nachprüfen.
Weblink Euro-FH*

Aufwand realistisch einschätzen

Ein ECTS-Punkt entspricht 25 bis 30 Arbeitsstunden. 180 Credits bedeuten also rund 4.500 bis 5.400 Stunden Arbeitsaufwand. Verteilt auf die Regelstudienzeit von sechs Semestern ergibt das eine Vollzeitbelastung. Wer daneben Vollzeit arbeitet, sollte eher mit zehn bis zwölf Semestern rechnen. Deshalb ist die Verlängerungsregelung im Vertrag kein Randthema, sondern einer der wichtigsten Vergleichspunkte zwischen Anbietern.

Der Sprachanteil verschiebt den Aufwand zusätzlich. Sprachmodule lassen sich schlecht in Blöcken abarbeiten; sie verlangen regelmäßige, kurze Einheiten. Wer beruflich ohnehin englischsprachig arbeitet, hat hier einen deutlichen Vorteil – wie sich Sprachkenntnisse gezielt aufbauen lassen, behandelt der Beitrag über Englisch für den Beruf.

Anerkennung und Anschlussmöglichkeiten

Der Bachelor of Arts ist ein regulärer akademischer Grad und berechtigt zur Aufnahme eines Masterstudiums, national wie international. Voraussetzung ist, dass die Hochschule staatlich anerkannt und der Studiengang akkreditiert ist. Beides lässt sich unabhängig vom Anbieter im Hochschulkompass der Hochschulrektorenkonferenz und in der Datenbank der Stiftung Akkreditierungsrat prüfen. Der Bachelor hat im deutschen System das frühere Diplom (FH) abgelöst.

Alternativen und verwandte Studiengänge

Wer die betriebswirtschaftliche Basis mit einer anderen Zweitkompetenz kombinieren möchte, findet mehrere Wege mit ähnlicher Schnittstellenlogik. Der Bachelor Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftspsychologie setzt auf Verhalten und Personal statt auf Sprachen. Die Wirtschaftsinformatik verbindet BWL mit IT-Systemen. Und wer aus einem technischen Beruf kommt, findet im Wirtschaftsingenieurwesen mit Produktionsschwerpunkt die Kombination aus Technik und Ökonomie.

Häufig gestellte Fragen

Brauche ich Vorkenntnisse in Fremdsprachen?

Formal in der Regel nicht, praktisch schon. Die Sprachmodule setzen auf Schulniveau auf. Wer seit Jahren kein Englisch mehr genutzt hat, sollte vor Studienbeginn auffrischen, sonst kosten diese Module überproportional viel Zeit.

Muss ich eine Bachelorarbeit schreiben?

Ja. Die Abschlussarbeit ist Pflichtbestandteil und wird mit Credits gewichtet. Ohne sie wird kein Bachelorgrad verliehen.

Wie unterscheidet sich der Abschluss von einem Präsenzstudium?

Gar nicht. Auf der Urkunde steht die Studienform nicht. Entscheidend sind staatliche Anerkennung der Hochschule und Akkreditierung des Studiengangs.

Kann ich mit dem Abschluss einen Master beginnen?

Ja, sofern der angestrebte Masterstudiengang die fachlichen Zugangsvoraussetzungen als erfüllt ansieht. Manche Programme verlangen bestimmte Mindestcredits in Methodenfächern oder Betriebswirtschaft. Das sollte man prüfen, bevor man sich für einen Bachelor entscheidet.

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