Studenten in Vorlesung an der UniversitätDu kannst zuverlässig darauf zählen, es ist immer da, wenn du es erwartest und es reicht für alle: Lampenfieber. Viele Studenten haben oft mehrere Male im Semester damit zu tun. Jedes Mal ist die Begegnung intensiv und eher stressig – und meist schneller vorbei, als gedacht. Gerne tritt es vor Situationen wie Referaten, mündlichen Prüfungen oder anderen Vorträgen auf. Und auch der Abgebrühteste wird zugeben müssen, dass Lampenfieber einfach dazu gehört.

Kein Fieber zum Kurieren 

Doch warum bekommen wir Lampenfieber? Auch wenn es sich alles andere als nützlich anfühlt, so hat es doch eine wichtige Funktion: Es ist wie ein kleiner, pedantischer Ordnungshüter, der dafür sorgt, dass wir uns auf die Sache konzentrieren. Es versetzt uns in Alarmbereitschaft, schärft die Sinne und weckt den Drang, unser Bestes zu geben. Doch auch mit diesem zugegebenermaßen allzu positiven Blickwinkel auf Lampenfieber, es hilft nicht dabei, dass es sich besser anfühlt.

So gibt es viele Ratschläge, wie du es bekämpfen kannst. Dabei ist gerade das das Falsche: Lampenfieber kann nicht bekämpft oder kuriert werden, es sei denn, du vermeidest konsequent öffentliche Drucksituationen. Und da das als Student nun wirklich nicht umsetzbar ist, sehen wir uns mal an, wie du am besten damit umgehen kannst. Denn auch wenn du dein Lampenfieber nie wegzaubern wirst, so ist es doch möglich, es im Zaum zu halten.

Eigentlich kocht es sich auf zwei Sachen herunter, die bei allen wirklich gleich zuverlässig helfen:

1. Zeit

…und zwar in allen Aspekten. Lass dir so viel Zeit wie möglich, um dich für deinen Vortrag fit zu machen. Denn es gibt nichts Besseres als genügend Vorbereitung und Sicherheit im Stoff, um möglichst souverän vor den Studenten-Kollegen zu stehen. Dann es ist auch nicht schlimm, sich zwischendurch mal zu verhaspeln oder zu verfransen, denn du kennst dich gut genug aus, um dich wieder schnell zu fangen.

Zeit lässt du dir auch beim eigentlichen Referat. Denn es bringt nichts, im Schweinsgalopp durch die Karteikarten oder die Power Point-Präsentation zu rasen, wenn am Ende keiner was versteht. Die anschließenden Fragen können dann länger dauern als der ganze Vortrag – und dann kommt es wirklich darauf an, dass der Stoff sitzt. Du sparst dir also viel Kummer, wenn du die Sache langsam angehst. Und wer sich entschleunigt, beruhigt sich ganz von selber.

2. Vorbereitung

Viel zu wenig Studenten üben ihre Vorträge. Und zwar laut. Das kann schon der entscheidende Unterschied sein. Entweder alleine oder vor Freunden, das ist egal. Wichtig ist, du gewöhnst dich an deine Stimme, und sprichst das aus, was du über die letzten Wochen nur gedacht und verschriftlicht hast.

Du kannst auch ein, zwei blöde Witze, die dir gerade dazu in den Sinn kommen, vor dir selber ausprobieren und dann dank deines Selbsterhaltungstriebs wieder schnell verwerfen. Du kannst schwierige Fachbegriffe üben und genau timen, wie lange du für den Vortrag brauchst. Auf diese Weise hast du alles so gut wie möglich geplant, deine eigenen Schwachstellen aufgedeckt und kannst daran arbeiten.

Mit Lampenfieber ist es schließlich so: Es ist unangenehm, aber keiner stirbt daran. Es gehört einfach dazu. Und wenn alles vorbei ist, ist es auch wieder schnell vergessen. Bis zum nächsten Mal.

Und nicht vergessen: Mitmachen! 

Lampenfieber gibt es natürlich noch in 312.457 anderen Situationen und ist keinesfalls auf berufliche Bereiche beschränkt. Aber viele Menschen wissen deswegen auch, wie sie mit „ihrem“ Lampenfieber umgehen können.  Und um genau diese Tipps und Tricks geht es bei der Blogparade #LampenfieberTipps, der Blogparade gegen Lampenfieber und Prüfungsangst, ins Leben gerufen von Lars Hahn und der LVQ. Also weitersagen, teilen und vor allem mitmachen! :-)

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